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Agent Dev Kit für Claude Code: Die 5 Schichten erklärt

CLAUDE.md, Skills, Hooks, Subagents, Plugins, das 5-Schichten-System das Claude Code zur konfigurierbaren Arbeitsumgebung macht. Setup in 30 Minuten.

Agent Development Kit für Claude Code, 5-Schichten-Architektur mit CLAUDE.md, Skills, Hooks, Subagents und Plugins als strukturiertes Setup-Schema 2026

Die fertigen Skill-Vorlagen: 10 Claude Skills als Pack

Das Agent Development Kit löst ein Problem, das alle Claude-Code-Nutzer kennen: Mit jeder neuen Session fängt Claude bei Null an. Keine Erinnerung an Konventionen, kein Wissen über die Architektur, keine Ahnung von den Stolperfallen.

AUF EINEN BLICK: Das Agent Development Kit (ADK) ist ein fünfschichtiges Konfigurations-System für Claude Code, das aus CLAUDE.md, Skills, Hooks, Subagents und Plugins besteht und persistentes Wissen zwischen Sessions speichert. Wer den Stack einmal aufsetzt, spart pro Woche dutzende Wiederholungs-Prompts und arbeitet konsistenter. Der Einstieg dauert 30 Minuten. Der Effekt ist dauerhaft. Stand: Mai 2026.

Das Kit adressiert eine Schwäche die alle Large Language Models teilen: fehlendes persistentes Gedächtnis zwischen Sessions. Ohne strukturierte Konfiguration erklärt man Claude in jeder neuen Unterhaltung dieselben Konventionen, Standards und Eigenheiten erneut, vergleichbar damit, einem neuen Mitarbeiter täglich denselben Onboarding-Vortrag zu halten.

Das Agent Development Kit für Claude Code, 5-Schichten-Architektur: CLAUDE.md, Skills, Hooks, Subagents und Plugins als strukturiertes Setup-Schema
Das Agent Development Kit für Claude Code, 5-Schichten-Architektur: CLAUDE.md, Skills, Hooks, Subagents und Plugins als strukturiertes Setup-Schema

Was ist das Agent Development Kit?

Das Agent Development Kit kombiniert fünf voneinander abhängige Konfigurations-Schichten: CLAUDE.md als Verfassung, Skills als modulares Fachwissen, Hooks als deterministische Leitplanken, Subagents als delegierbare Spezialisten und Plugins als Verteilungs-Mechanismus (Claude Code Dokumentation, Anthropic 2026). Wer parallel evaluiert, wie sich Claude Code zu Konkurrenten wie OpenAI Codex CLI verhält, findet die Gegenüberstellung in Codex vs. Claude Code.

SchichtZweckWann geladen
1, CLAUDE.mdGedächtnis & VerfassungBei jeder Session
2, SkillsSpezialwissenOn-Demand bei Bedarf
3, HooksDeterministische RegelnBei definierten Events
4, SubagentsDelegierte SpezialistenAuf Aufruf
5, PluginsVerteilung im TeamBei Installation

Die Reihenfolge ist nicht zufällig. Jede Schicht baut auf der vorherigen auf: ohne Regeln (CLAUDE.md) macht Wissen (Skills) wenig Sinn. Ohne Wissen lassen sich keine sinnvollen Guardrails (Hooks) definieren. Ohne Guardrails ist Delegation (Subagents) riskant. Und Verteilung (Plugins) lohnt sich erst, wenn das Setup wirklich funktioniert.

Was ist CLAUDE.md in Claude Code? (Schicht 1: das Gedächtnis)

CLAUDE.md ist eine Markdown-Datei in der projektrelevante Regeln, Architektur-Entscheidungen und Konventionen dokumentiert werden. Claude Code lädt diese Datei bei jedem Session-Start automatisch und macht ihren Inhalt zur Grundlage seines Verhaltens.

Es existieren zwei Speicherorte mit unterschiedlichem Geltungsbereich:

  • ·Globale CLAUDE.md unter `~/.claude/CLAUDE.md`, gilt für alle Projekte
  • ·Projekt-CLAUDE.md unter `.claude/CLAUDE.md`, gilt nur für das aktuelle Repo
CLAUDE.md als Gedächtnis und Verfassung für Claude Code, automatisch bei jeder Session geladen für konsistente Projektkenntnisse
CLAUDE.md als Gedächtnis und Verfassung für Claude Code, automatisch bei jeder Session geladen für konsistente Projektkenntnisse

Beide Dateien werden gleichzeitig geladen. Die globale Datei eignet sich für persönliche Präferenzen. Die projektspezifische Datei dokumentiert Architektur, Naming-Konventionen und projektinterne Eigenheiten, bei Content-Projekten auch die dokumentierte Brand Voice, damit Claude im Du-Form schreibt und keine generischen Floskeln einbaut (mehr dazu: KI-Content klingt nach ChatGPT, nicht nach dir).

Welche Fehler vermeidest du bei CLAUDE.md?

  • ·Zu viel Inhalt: 30 präzise Sätze tragen weiter als 300 schwammige
  • ·Schwammige Anweisungen: "Bitte sei nett" ist nutzlos. Konkrete, prüfbare Regeln funktionieren
  • ·Veraltete Informationen: Wer Architektur-Entscheidungen ändert, muss CLAUDE.md mitziehen

Was sind Skills in Claude Code? (Schicht 2: modulares Fachwissen)

Skills sind modulare Wissens-Pakete die Claude bei Bedarf nachlädt. Im Gegensatz zu CLAUDE.md, das bei jeder Session vollständig geladen wird, kommen Skills nur dann ins Spiel wenn sie für die aktuelle Anfrage relevant sind. Das schont den Context-Window und ermöglicht eine fast beliebige Anzahl spezialisierter Fähigkeiten.

Skills als modulares Wissens-System für Claude Code, on-demand geladen wenn relevant, schont den Context-Window
Skills als modulares Wissens-System für Claude Code, on-demand geladen wenn relevant, schont den Context-Window

Claude scannt die Beschreibungen aller verfügbaren Skills und entscheidet pro Anfrage welche relevant sind. Das Matching funktioniert über die `description`-Felder im YAML-Frontmatter der `SKILL.md` (offizielle Skills-Dokumentation, Anthropic 2026).

Der häufigste Fehler: zu vage Skill-Beschreibung. Ein Eintrag wie `description: "Ein PDF-Skill"` wird Claude nie zuverlässig matchen. Funktional ist: `description: "Verwende diesen Skill immer dann, wenn der Nutzer eine PDF-Datei lesen, daraus Inhalte extrahieren oder eine PDF erzeugen möchte."`

Wann lohnt sich ein eigener Skill?

  • ·Wiederkehrende Konvertierungs-Aufgaben (PDF, Excel, Audio)
  • ·Domain-spezifische APIs mit eigenem Schema
  • ·Standardisierte Code-Generierungs-Patterns wie ein eigener Landingpage-Builder (Praxis-Beispiel: Landingpage mit Claude Code bauen)
  • ·Komplexe Format-Spezifikationen

Wie du aus deinem eigenen Wissen einen eigenen Skill baust, die `SKILL.md`-Struktur, das `description`-Feld fürs richtige Triggern, dazu Evals und Referenzen, zeige ich Schritt für Schritt im Video oben.

Wozu brauche ich Hooks in Claude Code? (Schicht 3: deterministische Leitplanken)

Hooks sind Shell-Skripte die bei definierten Agent-Events automatisch ausgelöst werden. Sie funktionieren rein deterministisch, keine KI, keine probabilistischen Entscheidungen. Wenn Event X eintritt, läuft Skript Y.

Ein Hook wird allerdings nicht durch seine Dateiablage aktiv. Er muss in `.claude/settings.json` registriert werden, mit Event, Matcher und Command. Ein Skript, das nur in `.claude/hooks/` liegt, feuert nie.

Hooks als deterministische Guardrails für Claude Code, Shell-Skripte blockieren gefährliche Aktionen zuverlässig ohne KI-Entscheidung
Hooks als deterministische Guardrails für Claude Code, Shell-Skripte blockieren gefährliche Aktionen zuverlässig ohne KI-Entscheidung

Claude Code kennt fünf Hook-Events: `PreToolUse`, `PostToolUse`, `SessionStart`, `Stop` und `SubagentStop` (Hooks-Referenz, Anthropic 2026).

EventAuslöserTypischer Anwendungsfall
`PreToolUse`Vor jedem Tool-AufrufGefährliche Aktionen blockieren
`PostToolUse`Nach jedem Tool-AufrufLinting, Logging, Benachrichtigungen
`SessionStart`Bei Session-StartFrischen Kontext injizieren
`Stop`Wenn Claude einen Turn beendetZusammenfassung schreiben
`SubagentStop`Wenn ein Subagent fertig istErgebnisse weiterverarbeiten

Worin unterscheidet sich ein Hook von einer CLAUDE.md-Regel?

Eine Bitte ist ein Vorschlag. Ein Hook ist ein Riegel. `rm -rf` auf Systemverzeichnisse lässt sich nicht durch einen nett formulierten Prompt verhindern, wohl aber durch einen PreToolUse-Hook der genau dieses Muster erkennt und blockiert.

Hooks lohnen sich überall wo Konsequenzen irreversibel oder teuer sind: gefährliche Bash-Kommandos, Compliance-Anforderungen, Quality Gates nach jeder Datei-Änderung.

Skill oder Hook? Die Faustregel als Gegenüberstellung:

KriteriumSkillHook
MechanikKI interpretiertdeterministisch, keine KI
Auslöserbei Bedarf gematchtbei definiertem Event
Aussage„so geht X“„blockiere X“

Was sind Subagents in Claude Code? (Schicht 4: delegierbare Spezialisten)

Subagents sind eigenständige Claude-Instanzen mit eigenem Context-Fenster, eigenem System-Prompt und potenziell eigenen Tool-Berechtigungen. Sie werden von der Hauptsession wie Tools aufgerufen, erledigen ihren Job und geben eine Antwort zurück. Die Hauptsession sieht nur das Ergebnis, nicht den Weg dahin (Subagenten-Dokumentation, Anthropic 2026).

Claude Code Subagents als delegierbare Spezialisten, eigenständige KI-Instanzen mit isoliertem Kontext für komplexe Teilaufgaben
Claude Code Subagents als delegierbare Spezialisten, eigenständige KI-Instanzen mit isoliertem Kontext für komplexe Teilaufgaben

Das Problem ohne Subagents: Komplexe Aufgaben verbrauchen riesige Mengen Kontext. Wer Claude bittet eine ganze Codebase nach veralteten API-Calls zu durchsuchen, lädt hunderte Dateien in das Context-Fenster der Hauptsession. Die Folge: trägere Sessions, Verlust des roten Fadens.

SubagentAufgabeOutput
`code-reviewer`Diff gegen Repo-Konventionen prüfenListe konkreter Findings
`test-runner`Test-Suite ausführenNur Failures, keine grünen Tests
`explorer`Unbekannte Codebase durchsuchenKnappe Antwort + relevante Pfade

Subagents lohnen sich für Aufgaben mit viel Input und wenig Output. Eine einzelne Funktion umbenennen oder einen Tippfehler korrigieren, der Overhead lohnt sich nicht.

Wenn du sehen willst, was mit solchen Agents im Alltag geht: Im Operator Field Guide mit 7 fertigen Claude-Agents bekommst du für sieben Back-Office-Rollen (Lead-Qualifizierung, Nachfassen, Angebote, Reporting) jeweils Setup-Prompt und System-Prompt zum Copy-Pasten, als kostenloses 20-Seiten-PDF.

Wann lohnen sich Plugins in Claude Code? (Schicht 5: Verteilung im Team)

Plugins bündeln Skills, Subagents, Hooks und Slash-Commands in ein installierbares Paket, vergleichbar mit npm-Paketen. Eine `plugin.json` deklariert den Inhalt, ein Marketplace-Eintrag macht das Plugin im Team auffindbar.

Plugins lohnen sich wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: - Mehrere Teammitglieder arbeiten am selben Projekt - Ein Setup soll zwischen mehreren eigenen Projekten geteilt werden - Externe Dienstleister sollen das Setup nutzen können

Für reine Solo-Projekte ohne Verteilungs-Bedarf sind Plugins reiner Overhead.

In welcher Reihenfolge führe ich die 5 Schichten ein?

Die meisten Teams beginnen mit Schicht 1 und kommen erstaunlich weit:

  1. 1.Sofort umsetzbar: CLAUDE.md aufsetzen, global und projektspezifisch
  2. 2.Sobald Wiederholungen auftauchen: Erste Skills für wiederkehrende Aufgaben
  3. 3.Nach erstem Vorfall: Hooks aktivieren
  4. 4.Bei wachsender Komplexität: Subagents einführen wenn Sessions zu lang werden
  5. 5.Bei Team-Einsatz: Plugins sobald mehrere Personen das Setup nutzen

*"In den ersten Wochen mit Claude Code habe ich drei Mal die gleiche CLAUDE.md neu geschrieben, bis ich gemerkt habe, dass sie nicht im Repo lag. Seit das Agent Dev Kit als Standard läuft, brauche ich pro Projekt eine Session zum Setup, nicht zehn. Das Kit ist kein Tool. Es ist eine Arbeitsdisziplin."* · Robby Schadt, adcompany

Der erste Agent zum Nachbauen: die Competitor-Analyse-Prompt-Kette als PDF

Die 5 Schichten oben sind das System. Wenn du jetzt einen ersten konkreten Agenten willst, der ab Woche eins Zeit spart, nimm die Konkurrenz-Analyse: eine wiederholbare Sammelaufgabe, wie gemacht fürs Delegieren an die Maschine.

Ich habe den kompletten Ablauf als PDF aufbereitet: 3 Prompts wortwörtlich zum Kopieren (Bestandsaufnahme, Muster, Übersetzung), die Agent-Einrichtung in 3 Schritten und die 4 Felder, die jeder Konkurrenz-Report liefern muss. Einmal eingerichtet, liegt der Report jeden Montag von allein im Postfach.

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Kostenlos, mit E-Mail. Kein Spam, nur die Prompt-Kette und gelegentliche Updates.

FAQ

Wie lange dauert das initiale Setup?

Ein minimales Setup mit CLAUDE.md und einem ersten Skill dauert etwa 30 Minuten. Ein vollständiges Setup mit allen fünf Schichten in einem realen Projekt: ein bis zwei Tage Arbeit, verteilt über mehrere Sessions (Erfahrungswert aus den Claude-Code-Setups von adcompany, Stand 2026).

Brauche ich alle fünf Schichten?

Nein. Die meisten Solo-Entwickler kommen mit Schicht 1 und 2 sehr weit. Hooks und Subagents lohnen sich bei wachsender Projekt-Komplexität. Plugins erst wenn das Setup mit mehreren Personen geteilt werden soll.

Was unterscheidet Hooks von Skills?

Hooks sind deterministische Shell-Skripte die bei definierten Events feuern, keine KI involviert. Skills sind Wissens-Pakete die Claude bei Bedarf konsultiert und interpretiert. Hooks sagen "blockiere X". Skills sagen "so geht X". Beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Kann ich das Kit in laufende Projekte einführen?

Ja. Bestehende Claude-Code-Projekte lassen sich schrittweise restrukturieren. Wichtig: vor jeder Änderung Backups anlegen. Die `agent-kit-restructure.md` macht genau das, Bestandsaufnahme zuerst, dann schrittweise ergänzen.

Wo liegen die Konfigurationsdateien?

`~/.claude/` für globale, projektübergreifende Einstellungen und `.claude/` im jeweiligen Projekt-Root für projektspezifische Konfiguration. Beide werden gleichzeitig geladen (Claude Code Dokumentation, Anthropic 2026).

Was bringt das Agent Development Kit konkret?

Das Kit reduziert die Notwendigkeit, dieselben Anweisungen in unterschiedlichen Sessions zu wiederholen. Wer den Stack einmal sauber aufsetzt, arbeitet konsistenter, schneller und mit weniger Fehlern als mit Ad-hoc-Prompts.

Funktioniert das Kit auch mit anderen LLMs?

Das Konzept ist übertragbar, aber die konkrete Implementierung ist Claude-Code-spezifisch. Die Datei-Struktur, die Hook-Events und die Plugin-Manifest-Felder sind Bestandteile des Claude-Code-Ökosystems. Ähnliche Patterns existieren bei anderen Coding-Agenten, mit jeweils eigenen Konventionen.

Wie schreibe ich gute Skill-Beschreibungen?

Eine gute `description` enthält konkrete Trigger-Wörter, typische Anwendungsfälle und Beispiel-Aufgaben. Statt "Ein PDF-Skill" lieber: "Verwende diesen Skill, wenn der Nutzer eine PDF-Datei lesen, Inhalte extrahieren oder eine neue PDF erzeugen will." Konkrete Beschreibungen erhöhen die Match-Genauigkeit signifikant.

Wann lohnt ein Subagent, und wann reicht ein Skill?

Skill: wenn du Wissen zu einer Domäne brauchst, das Claude bei Bedarf interpretiert. Subagent: wenn eine Teilaufgabe viel Input verarbeitet und nur wenig Output zurückgeben soll (Code-Review, Codebase-Scan, Test-Run). Faustregel: Wissen → Skill, Arbeit mit Kontext-Overhead → Subagent.

Kann ich CLAUDE.md versionieren?

Ja. Die projektspezifische `CLAUDE.md` liegt im Repo und wird mit git versioniert wie jedes andere Code-Artefakt. Größere Refactorings dokumentierst du im Commit-Message, so verstehst du in sechs Monaten noch, warum eine Regel drinsteht.

Wo finde ich deutschsprachige Berichterstattung zu Claude Code und agentischer Entwicklung?

Laufende Coverage findest du auf t3n.de (Tech und KI-Tools im Marketing-Kontext), heise.de (technische Tiefenanalyse) und OMR.com (Reports zu KI-Tools im DACH-Markt). Die offizielle Quelle bleibt die Claude Code Dokumentation von Anthropic.

Brauche ich das Agent Dev Kit oder reicht ein MCP-Server?

Beides löst verschiedene Probleme. Ein MCP-Server verbindet Claude mit externen Tools und Datenquellen, einer Datenbank, einem API, einem Ticketsystem. Das Agent Development Kit konfiguriert, wie Claude Code arbeitet: Konventionen (CLAUDE.md), Fachwissen (Skills) und Leitplanken (Hooks). Du nutzt MCP für die Anbindung, das Kit für das Verhalten. In der Praxis kombinierst du beide, ein MCP-Server liefert die Daten, ein Skill sagt Claude, was es damit tun soll.

Wer das Kit direkt einrichten will: die fertigen Bootstrap-Dateien (`agent-kit-setup.md` für neue Projekte, `agent-kit-restructure.md` für bestehende) plus das Tutorial-PDF gibt es kostenlos auf adcompany.net/ressourcen, Name + E-Mail, direkt im Postfach.

Passend zum Agent Dev Kit: 10 fertige Claude Skills fuer DACH Performance Marketing, Meta Ads Wochenreport, Hook Library, CAPI Health Check, GEO Audit u.a. Kostenlos als ZIP.

Willst du wissen wie das in deinem Business aussieht?

15 Minuten. Kostenlos. Wir schauen uns dein Setup an und geben dir konkrete nächste Schritte.

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Komplettes Transkript lesen

Transkript des Videos „Claude Skill selbst bauen: dein KI-Tool in 20 Min". Leicht für die Lesbarkeit bereinigt, inhaltlich unverändert.

Woraus besteht ein Claude Skill?

Wir haben praktischerweise die SKILL.md, die deinem Modell, also Claude oder Claude Code und dem Untermodell Opus, Sonnet, Haiku, etc. pp., was du halt auswählst, sagt, was du eigentlich über diesen Skill bist. Also bist du ein Ads-Experte, bist du ein E-Mail-Experte, bist du ein Webinar-Experte? Dann gibt es die Dateien, die noch mit rübergehen, also echte Erkenntnisse. Die nennt man, da muss ich selber ganz kurz schauen, die nennt man Evals, genau, und Referenzen.

Und dann gibt es richtig tatsächliche Strukturen, Stärken, Schwächen, Ausbau und so weiter. Noch unter Referenzen eine Alternativreferenz, wo gewisse Dinge mit abgedeckt sind. Soll bedeuten: je mehr Input deine Skill-Datei bekommt, umso besseren Output kann die produzieren.

Was kann ein Custom-GPT besser als ein Prompt?

So, rollen wir nochmal zurück. Der grundlegende Unterschied: Wir sind alle an einem Startpunkt. Geben in ChatGPT ein: Hey ChatGPT, erstell mir einen Minikurs zum Thema "Wie züchte ich Hühner?". Jetzt stellt er dir den Kurs gleich hin, beantwortet dir doch mal ganz kurz ein paar Fragen. So würdest du einen Minikurs mit einem ganz normalen ChatGPT oder auch mit Claude erstellen. Völlig referenzfrei. Alles auf KI-Halluzinationen und aus Referenzpunkten, die die KI halt eben hat.

Die nächste Ausbaustufe war damals Custom-GPTs. Soll bedeuten: jemand, der praktisch für "Wie züchte ich richtig Hühner" oder noch weiter vorne "Wie erstelle ich tatsächlich einen Minikurs", hat dir jetzt einen Custom-GPT zur Verfügung gestellt, der dich fragend durchführt: wer bist du, wer ist deine Zielgruppe. Das Ganze geht schon ein bisschen tiefer und es ist für den Anwender einfacher, weil er nach einer gewissen Logik und Didaktik gefragt wird, was er für einen Minikurs bauen will.

Jetzt gibt es GPT-Variante 2, deutlich besser. Jetzt hat sich vielleicht der GPT-Ersteller tatsächlich Gedanken gemacht und gewisse Dateien in seinen GPT reingeladen. Soll bedeuten: gute Minikursstrukturen, Minikurse, die sich gut verkaufen, Minikurse, wo die Leute auch tatsächlich zufrieden sind. Er hat dem Ganzen einen Körper gegeben. Mit einem guten Körper, mit einem guten Fundament, erstellt jetzt der Minikurs-GPT selbstverständlich einen viel besseren Minikurs, weil er aus referenziertem Wissen und Erfahrungen heraus produziert. Das ist Ausbaustufe 2.

Reicht ein Modellwechsel für bessere KI-Ergebnisse?

Was jetzt viele machen: Sie denken, sie haben jetzt Claude Code installiert und können auf einmal die Weltherrschaft an sich reißen. Was sie aber am Ende des Tages machen: Sie haben nur die Oberfläche gewechselt. Sie sind einfach nur von OpenAI, einem Interface, wo sie Dinge eingeben, zu einem relativ komplexen Coding-Modell gewechselt. Oder zu Claude AI, zur Desktop-Anwendung: Du hast nur das LLM-Modell getauscht. Oder zu Gemini: Du hast nichts anderes gemacht, als ChatGPT zu verlassen und rüber zu einem anderen KI-Modell zu gehen. Der Output ist immer der gleiche, er klingt nur ein bisschen anders.

Wenn das Ding nicht gebrieft ist, referenziert es genauso auf den Daten, die es zur Verfügung hat. Wenn es deine Stimme oder deine Erfahrung nicht zur Verfügung hat, halluziniert es eh und wird immer so schreiben, dass es dir gefällt. Was du machen kannst: eigene Anwendungen bauen und tatsächlich Claude Code nutzen. Oder in Claude in der Desktop-App sagen, du möchtest ein neues Projekt erstellen und im Projekt gewisse Dateien ablegen, auf die referenziert werden soll. Jetzt reicherst du das nächste KI-Modell mit Wissen an.

Wenn du jetzt agentisch oder mit Apps oder mit Claude Code wirklich was entwickeln willst, was dir nachweislich Zeit spart, aber nicht mehr nach KI klingt, hast du diverseste Möglichkeiten, und da fängt man mit Skills an. Wenn du die Skills dort nicht hast, schreibst du genauso schlechte E-Mails wie ChatGPT oder wie alle anderen KI-Modelle, weil es gar nicht anders möglich ist. Weil Claude Code referenziert auch nur auf seine Modelle Opus, Sonnet, Haiku.

Wie ordnest du dein Wissen im zweiten Gehirn?

Jetzt kannst du Skill-Dateien anlegen. Du könntest dir Skills zusammen recherchieren und selber bauen oder deine eigenen Skills aus deinem eigenen Erfahrungsschatz bauen. Und da habe ich auch schon Content dazu auf Instagram erstellt, wie das geht. Am Ende ist das komplett simpel und einfach. Und am besten erstellst du Skills nach folgendem Schema: Du hast das Gehirn, und im zweiten Gehirn liegt dein Wissen. Und das Wissen ist thematisch dort verankert und auseinandergezogen.

Soll bedeuten: Du kannst gut backen, also gibt es einen Ordner Backen, Backrezepte. Du kannst gut kochen, also gibt es einen Ordner Kochen, Kochrezepte. Du kannst gut Copywriting, es gibt einen Ordner mit Copywriting: Vorlagen, Skripte, etc. pp., was eine gute Copy ausmacht. Du kannst gut Ads schalten, es gibt eine Vorlage, wie eine perfekte Ad aussieht: auf welcher Bewusstseinsebene, auf welcher Entscheidungsebene, für welchen Farbtypen, für welche Plattform und so weiter. Also all dein referenziertes Wissen, was du wirklich kannst, liegt jetzt an dem einen zentralen Ort.

Jetzt kannst du diese MD-Dateien völlig einfach und stumpf nehmen und rein zu NotebookLM pasten. In NotebookLM sagst du: Fass mir mal hier ausführlich in einer Berichtsversion oder in einem Lernbericht zusammen, was ich dir reingepastet habe. Jetzt geht dein ganzes zentrales Wissen auf einen Lernbericht, wird das runterselektiert. Jetzt hast du praktisch ein riesen Arsenal an Wissen, zentriert in einer kleinen Datei.

Wie baust du einen Skill aus eigenem Wissen?

Jetzt gehst du mit dieser kleinen MD-Datei rüber zu Claude, entweder in die Desktop-App oder in das Web-Interface, und sagst: Ich habe hier eine Datei für dich, schreib mir daraus eine SKILL.md. Wenn du noch Fragen hast, stelle mir Rückfragen, ich kann sie dir beantworten. Es ist mein Skill und der Skill heißt XYZ. Jetzt erstellst du mit diesem System deine eigene Skill-Datei, deine SKILL.md.

Die SKILL.md nimmst du dann, exportierst sie wieder in dein zweites Gehirn, in einen Ordner, der sich "Skills" nennt, und benennst diese SKILL.md, was sie ist. Welcher Skill ist das? Ist das der Kuchenbacken-Skill, der Copywriting-Skill, der Ad-Skill, der Landingpage-Skill? Egal was für ein Skill. Oder dein Finanz-, dein Trading-Skill, und, und, und. Völlig egal, was du kannst, kannst du alles in Skills runterpacken.

Jetzt hast du eine Ursprungsdatei. Würde bedeuten: wenn du jetzt losgehst und schreibst eine Mail, planst dein Karussell, lässt dir ein Reel-Skript geben oder eine Landingpage schreiben, wird alles der Maschine gesagt, wenn du sagst "nutze Skill XYZ dafür" und genau dort raus referenziert. Soll bedeuten: die Maschine weiß jetzt genau, wir brauchen ein Kuchenrezept genau nach dieser Formel. Wir brauchen eine Landingpage genau nach dieser Formel. Oder wir brauchen Ads genau nach dieser Formel. Referenziertes Wissen, wirkliche Erfahrungswerte.

Was sind Evals und wozu braucht ein Skill sie?

Soll bedeuten: deine Kuchenrezepte, die du hast, sind praktisch deine Evals. Die kannst du wiederum auch in MD-Dateien oder in Evals umwandeln lassen in Claude, indem du dich einfach da reinballerst und sagst: Ich brauche jetzt noch Evals für meine SKILL.md, bitte erstell mir die aus dem, was ich dir gerade gegeben habe. Oder: Lieber Claude Code, erstell mir meine Evals aus Ordner X, weil dort liegt alles, was ich genau über dieses Thema weiß.

Du hast einmal eine SKILL.md gebaut, die ist unabdingbar, die ist die Systemanweisung. Und jetzt hast du eine Datei gebaut mit Claude oder mit Claude Code über die genannten Befehle: "Bau mir die Evals" oder "Claude Code, schreib mir die Evals im Ordner so um, dass sie auf die SKILL.md referenzieren können." Und schon hast du praktisch noch Credentials oder zusätzliche Dinge an deiner SKILL.md hängen, die deinen Skill noch besser machen.

In meinem Fall: wenn ich meinem Skill "Wie mache ich geile Ads für Meta und Instagram" die Information noch mitgebe, wie mein Kampagnenverhalten im Segment Tierkranken-Zusatzversicherung war, weil es thematisch gerade passt. Oder: Wie war mein Kampagnenverhalten? Wann habe ich abgeschaltet, angeschaltet, skaliert? Wann habe ich neue Ads gemacht, bei welchen Werten? Im Thema Handyverträge. Jetzt weiß das System genau, weil ich ihm die Info gegeben habe und er auch Zugriff auf meine Werbekonten hat. Jetzt sucht er sich alle Entscheidungen in dem Werbekonto genau zu diesem Produkt, die ich getroffen habe, und zentriert sie in einer Datei.

Und jetzt weiß er genau, wann ich was in welchem Markt gemacht habe. Er kennt die Ads, die Kampagnenstruktur, mein Skalierungsverhalten, mein Cut-Off-Verhalten und so weiter. Er sieht mein Verhalten komplett anhand der Account-Historie. Und so kann ich einen perfekten Skill züchten über meine Erfahrungswerte und über mein Können. Also Können trifft Erfahrung. Und das macht einen Skill zu einem Meisterskill. Du schickst nicht mehr die stumpfe Maschine los, die Dinge zusammen halluziniert, sondern du passt echtes Wissen und Können mit Erfahrung und schickst das ins Rennen. Und deswegen bist du Meister, weil du die Erfahrung und das Wissen hast.

Und für die Dinge, die ich gut kann und auch öffentlich mache, also hier in meiner Gruppe oder in den Kursen, liegt das ja drin. Der Ad-Skill, der da drinnen liegt, ist genau der, den ich selber auch nutze. Der Copywriting- oder der Landingpage-Conversion-Skill, oder dieses Skill-Orchester, was ich euch gebaut habe, das ist genau nach dem Schema gebaut, wie ich es euch jetzt erklärt habe. Da ist nichts rausgeschwärzt. Genau das kriegt ihr von mir. Der eine weiß es zu schätzen, der andere sieht es anders. Das darfst du dir aussuchen.

Und so ist das ganze System eigentlich gedacht. Denn was du da draußen am Markt hörst, mit "Verbind jetzt Claude Code mit deinem Instagram-Kanal und krieg über Nacht 100.000 Follower", am Arsch die Räuber, das wird einfach nicht funktionieren. Weil wenn die Maschine nicht gebrieft ist, wer du bist, was du für Produkte hast, wer deine Zielgruppe ist, wie deine visuelle Sprache nach außen ist, wie du im Markt wahrgenommen werden willst. Also all das, was dich, Jutta, von allen anderen Menschen unterscheidet: wenn das nicht in der Maschine ist, kriegst du genau dasselbe Ergebnis, wie wenn wir Jannis und Jutta an die Startrampe stellen und sagen: schreib mir eine E-Mail für meinen Hühnerzucht-Minikurs. Ihr kriegt beide denselben Output. Wenn aber jetzt die Jutta mit ihrem Hühnerzucht-Skill inklusive allen Referenzen an den Start geht, gegenüber dem Jannis, der das nicht hat, dann bist du klar im Wettbewerbsvorteil. Weil die Maschine jetzt eine Richtung hat.

Wir können alle gemeinsam in Frankfurt losfliegen, jeder in einer unterschiedlichen Maschine. Und ich garantiere euch, wir werden alle an einem anderen Punkt ankommen, wenn wir alle in unterschiedlichen Maschinen sitzen. Wenn wir uns aber alle in den Flieger nach Berlin setzen, dann landen wir auch alle gemeinsam dort, weil wir ein gemeinsames Ziel haben. Und so kannst du dir den Gap vorstellen. Ansonsten landen wir irgendwo. Aber wenn wir sagen können "wir können das, wir sind die, wir wollen das verkaufen, genau für den auf der Bewusstseinsstufe", dann weiß die Maschine auch, was zu tun ist.

Teilnehmer: Habe ich das richtig verstanden, Robby? Wenn du einen Skill anlegst, dann greifst du erstmal auf das Können zurück, was die KI, die LLM-Modelle können, und reicherst es dann noch an mit deiner Erfahrung und deinem Wissen.

Robby: Genau.

Skill bauen ohne eigenes Wissen: wie geht das?

Teilnehmer: Und wir hatten ja auch ein paar Mal drüber gesprochen: wenn man jetzt selbst die Erfahrung, das Wissen in irgendeinem Bereich noch nicht hat. Einfaches Beispiel: wie sieht eine gute PDP aus, also Produktdetailseite. Dann war ja das Thema: okay, dann macht man eine Analyse von jemandem, der sich darauf spezialisiert hat, wo man weiß, welche Shops das sind. Und mit dieser Essenz reichert man dann den Skill an, das Können, was die KI an sich schon zu dem Thema hat.

Robby: Genau. Da gehst du ganz systematisch vor, indem du dir die Dinger abscrapest oder Screenshots machst und der Maschine Fragen stellst, die dir dazu einfallen. Wie ist die Copy geschrieben? Für wen ist sie geschrieben? In welchem Stil? Wie viele Sektionen hat sie? Wann erklärt sie was? Und das machst du für jeden einzelnen Mitbewerber oder für jeden Shop, der gut funktioniert. Das kannst du einmal händisch machen oder über Apify.

Und daraus kannst du einen eigenen Skill entwickeln, deinen Checkout-Prozess-Optimierung-Skill, wo du dann den Skill einmal drüber jagst und sagst: Pass auf, hier ist mein Checkout, bitte analysiere nach meinem Checkout-Skill meinen eigenen Checkout und gib mir Empfehlungen. Also je mehr die Maschine weiß, was sie zu tun hat, je mehr sie weiß, was gut ist und je mehr sie auch weiß, was nicht gut ist, also dass du auch die nicht guten Dinge auswertest und sagst: okay, da sind die wirklich tatsächlichen Fehler, und legst die daneben, dann weiß die Maschine noch mehr Bescheid, weil sie weiß, was funktioniert und was nicht funktioniert.

Und das ist das Geile: du weißt es zwar noch nicht, aber deine Mitbewerber sind ja den harten Weg gegangen. Und jetzt kannst du den harten Weg deiner Mitbewerber einfach für dich nutzen und aus deren Erkenntnissen lernen. Denn sonst würden sie keinen Traffic schalten, sonst wären sie nicht erfolgreich. Du kannst das einfach abkopieren und sagen: das ist erfolgreich, das ist nicht erfolgreich, wie arbeiten die, was unterscheidet sie. Und daraus bildest du deine SKILL.md, und die Beispiele dazu legst du als Evals, also als Referenzen, als Credentials, hinterlegst du nochmal im System. Und so hast du dir einen neuen Skill gebaut, deinen Checkout-Skill.

Wie wird aus Skills ein automatisiertes System?

Teilnehmer: Ich hatte ja mal die Vision großgeschickt mit dem Full-Step-E-Commerce-Unternehmer, wo ich die einzelnen Skills aufbauen will. Wäre es vom Ablauf her am besten, wenn ich mit Apify einen neuen Projektpartner anlege, mit dem Superbrain-Skill drin, und dort das ganze Wissen erstmal im Obsidian sammle? Weil wenn ich jetzt eine Podcast-Folge hole, wo guter Content drin ist, dann ist das vielleicht nicht nur der Content für eine Produktseite, sondern auch noch für E-Commerce-Ads.

Robby: Ja. Je nachdem, was du vorhast und in welchem Projekt: entweder da mit rein, in einen separaten Ordner, oder ein komplett neues, zweites Gehirn anlegen. Je nachdem, wie umfangreich und wie sinnvoll das Ganze ist. Du kannst auch erstmal alles in einem machen und, je nachdem ob es ausufert, dann noch ein zweites anlegen. Da gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du in der Lage bist, das Ganze zu kontrollieren und der Maschine zu sagen, wo sie was wann findet. Oder die Maschine so zu trainieren, dass sie selbstständig über diverse Deskripte weiß, ähnlich wie dieses Cron-Weekly, was ihr von mir habt, das genau abgestuft, wann sie was zu tun hat.

Also dass sie jetzt nicht eine neue App entwickeln darf, bevor sie überhaupt den Mitbewerber und dich analysiert hat. Das ist ja Quatsch, dann arbeitest du ja immer rückwärts. Sondern sie muss erst mal gucken: was kannst du, was können die anderen, wo sind die Lücken, wo kannst du besser oder anders sein. Und genau aus dieser Erkenntnis soll sie die nächste App machen. Das ist eben in dem Cronjob schon hinterlegt, dass der logisch aufeinander aufbaut. Dass der erst guckt: wer bist du, was sind deine Referenzen, was hat in der Vergangenheit funktioniert. Das ist der aktuelle Ist-Stand. Dann holt er sich den Soll-Stand von außen: was ist am Markt los, was sind dort für Schmerzen, für Kernthemen, was funktioniert, was funktioniert nicht. Das wird gematcht, dann guckt er, was wir beantworten können, und danach erst erstellt er seinen neuen Content. Alles logisch aufeinander aufgebaut. Und nicht: ich mache erst das, dann das, mixe es irgendwie und am Ende kommt trotzdem nur Kauderwelsch raus.

Das kannst du der Maschine anlegen, indem du sagst: okay, das ist meine Anwendung, die macht genau das. Die guckt erst dort, dann da, dann trifft sie eine Entscheidung und dann macht sie den Output.

Teilnehmer: Ich würde für meinen Fall jetzt ein zweites Superbrain anlegen. Einmal für Catletics, wo das Thema drin ist, und dann für die ganzen E-Commerce-Skills, und dann aus den E-Commerce-Skills extra hier in Catletics einfügen oder von Catletics ableiten.

Robby: Ja. Und das ist dann irgendwann, wenn das alles läuft und du es gut hinterlegt hast und die Maschine weiß, was sie zu tun hat, wann sie es zu tun hat, ein voll automatisiertes Ding, wo nicht mehr wirklich viel schiefgehen kann, außer irgendein API-Schlüssel ist abgelaufen oder die Internetverbindung ist abgerissen. Aber auch da gibt es Zwischenschritte, die man einbauen kann, indem man sagt: Pass auf, du gehst erst den nächsten Schritt, wenn du dir sicher bist, dass der vorherige Schritt geklappt hat, und das machst du bitte immer. Und wenn irgendwas nicht geklappt hat, dann guckst du dir automatisch selbst an, was nicht geklappt hat, und reparierst das gleich, bevor du den nächsten Step gehst.

Das sind so kleine Dinge, das sind Erfahrungswerte, die entwickelst du erst mit dem Tun. Deshalb ist es wichtig, da anzufangen und ein paar Tokens zu verbrennen, dass du auch wirklich sagen kannst: pass auf, da ist meine Stolperfalle. Und deshalb habe ich euch in jedem neuen Agent, den ihr bauen könnt, mit der Startdatei, die ihr runterladet, einen Fallenwächter eingebaut. Dass der selbstständig erkennt, was die letzte Falle war, sie dokumentiert und da nicht wieder reintappt. Wichtig ist nur, dass man anfängt und das irgendwie umsetzt und macht. Nur so wirst du besser.