Ein Ads-Audit ist die feste Prüf-Reihenfolge, die du im Werbekonto abarbeitest, bevor du irgendetwas anfasst. Er trennt Struktur-Fehler von Mess-Fehlern von Creative-Fehlern und dauert keine zehn Minuten. Erst wenn alle acht Punkte geklärt sind, entscheidest du über Budget. So greifst du nicht mehr reflexhaft ins Targeting, wenn die Zahlen kippen.
Diese Übersicht ist aus der Arbeit an Werbekonten entstanden, über die zusammen 9,5 Mio € Budget gelaufen sind. Das Muster wiederholt sich fast überall: Die Zahlen kippen, und der erste Griff geht zur Zielgruppe. Genau dort liegt das Problem am seltensten.
In welcher Reihenfolge prüfe ich mein Werbekonto?
Von oben nach unten, ein Punkt nach dem anderen, nichts überspringen. Die ersten vier Punkte bringen die Struktur in Ordnung, die nächsten drei sorgen für echte Zahlen, der letzte schützt dein Budget.
- 1.Aktive Motive zählen. Nicht wie viele angelegt sind, wie viele wirklich ausliefern. Unter drei hat der Algorithmus zu wenig Futter.
- 2.Alle Creative-Typen in eine Kampagne und ein Anzeigenset. Statische Bilder, Produktbilder, UGC, Testimonials, Videos. Zusammen lernt das System an einem Datentopf statt an fünf halben.
- 3.Detailliertes Targeting abschalten. Interessen raus. Das Motiv sucht sich die Leute, der Interessen-Filter schneidet vorher Käufer weg.
- 4.Parallelkampagnen mit gleichem Ziel zusammenlegen. Jede zusätzliche Kampagne zersplittert das Budget und verteilt die Lernsignale. Am Ende lernt keiner richtig.
- 5.Conversion API und Kauf-Events prüfen. Kommt jedes Event sauber an? Wird ein Kauf doppelt gezählt? Stimmen die Werte mit deinem Backend überein?
- 6.Kill-Grenze pro Motiv setzen. Fällt die CTR unter 1,7 Prozent, schaltest du das Motiv ab. Nicht die Zielgruppe.
- 7.URL nach jedem Landingpage-Wechsel kontrollieren. Eine alte Ziel-URL in der Anzeige macht eine ganze Woche Daten unbrauchbar.
- 8.Ausgaben-Grenze pro Motiv vorher festlegen. Vorher festgelegt ist sie eine Regel, nachher eine Ausrede.
Punkt 5 ist der Angelpunkt. Wenn die Messung falsch ist, treffen alle anderen Punkte auf falsche Daten. Dann pausierst du Gewinner und skalierst Verlierer, ohne es zu merken. Deshalb kein Springen. Wie die Ebene nach dem Klick weiterläuft und dir sonst die Woche versaut, steht im Detail unter deine Landingpage killt deine Ads.
Warum soll ich bei schlechten Zahlen nicht das Targeting ändern?
Weil der Algorithmus die Auswahl besser trifft als jedes Häkchen. Er liest, wer auf welches Creative reagiert, und findet daraus die Zielgruppe. Dein Interessen-Filter schneidet ihm vorher Leute weg, die konvertiert hätten.
Der häufigste Einwand dagegen lautet: Ohne Targeting streue ich doch nur. Nein. Du verlagerst die Auswahl vom Häkchen auf das Motiv. Der erste Satz deiner Anzeige sortiert. Wer sich angesprochen fühlt, bleibt, alle anderen scrollen weiter. Genau diese Logik steckt hinter der Andromeda-Struktur mit einer Kampagne ohne Targeting, an der wir unsere Konten bauen.
Welche Zahl entscheidet, ob ein Motiv aus muss?
Zwei Grenzen, beide vor dem Start festgelegt. Die erste ist die CTR: fällt sie unter 1,7 Prozent, ist das Motiv durch. Die zweite ist das Geld. Leg fest, wie viel ein einzelnes Motiv ausgeben darf, bevor es einen Link-Klick bringen muss. Ist die Grenze erreicht und kein Klick da, geht das Motiv aus, ohne Diskussion.
Der einzige Eingriff, der danach bleibt, ist Motive nachlegen. Ein Konto von uns ist so von 3 auf 12 Motive gegangen, der CPA fiel von 78 € auf 41 €. Am Targeting wurde dabei nichts angefasst. Welche Kennzahlen sonst noch feste Kill- und Soll-Werte brauchen, steht in den Kampagnenregeln, die dein Budget absichern.
Was steckt im PDF?
Die Web-Version zeigt dir die acht Prüfpunkte und ihre Reihenfolge. Das PDF ist die gebrandete Checklisten-Karte zum Danebenlegen: jeder Punkt mit dem Warum und einem klaren "Erledigt, wenn"-Kriterium, plus die vollständige Liste dessen, was du ab jetzt nicht mehr machst. Trag unten deine E-Mail ein, dann bekommst du das PDF sofort als Download. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
