Das Anker-Blatt sind drei feste Werte, Lichtrichtung, Kameraabstand und ein Kleidungsstück, die du einmal einträgst und danach in jede neue Szene deines KI-Avatars kopierst. So bleibt das Gesicht über die ganze Serie dieselbe Person, statt bei jedem Bild neu zu würfeln. Der Trick dahinter: zwei getrennte Durchgänge, erst die Szene, dann das Gesicht.
Die meisten Avatar-Projekte sterben nicht am Generieren, sondern am Wiedererkennen. Nach drei Bildern sieht dein Avatar aus wie drei verschiedene Cousins. Dieses Blatt ist die Trockenfassung, die genau das verhindert. Die volle Version mit Beispiel-Einträgen und ausfüllbarem Feld liegt im PDF unten.
Warum reicht ein Durchgang nicht für eine konsistente Avatar-Szene?
Weil dein Prompt sonst zwei Jobs gleichzeitig macht: die Szene bauen und das Gesicht setzen. Das kippt. Trenn es in zwei Durchgänge.
Durchgang 1 baut die Szene: Raum, Licht, Hintergrund, Kameraabstand. Das Gesicht fasst du hier noch nicht an. Dann sicherst du das brauchbare Bild. Durchgang 2 setzt das Detail auf das gespeicherte Bild: Gesicht, Text, Etikett, Accessoire. Erst das Grundbild in die neue Szene, dann darauf das Detail. Nie andersherum, nie gleichzeitig. Dieselbe Mechanik gilt beim Klon-Aufbau insgesamt, den Identity-Lock in drei Schritten haben wir separat aufgeschrieben.
Welche drei Anker halten das Gesicht über jede Szene stabil?
Drei Werte bleiben über jede Szene identisch. Du trägst sie einmal ein und kopierst sie danach in jeden Prompt.
- ·Lichtrichtung · woher das Licht kommt und wie hart. Beispiel: weiches Fensterlicht von links, keine Deckenlampe.
- ·Kameraabstand · Zoomstufe und Bildausschnitt. Beispiel: halbnah, Brust bis Kopf, auf Augenhöhe.
- ·Kleidungsstück · ein Teil oder Accessoire, das nie wechselt. Beispiel: dunkelgrauer Rollkragen plus schmale Kette.
Genau diese drei kippen in der Praxis am häufigsten. Was du nicht festschreibst, entscheidet das Modell bei jedem Bild neu. Outfits dürfen sich über deinen Kanal ändern, aber nicht innerhalb einer Serie und nie im selben Durchgang, in dem du auch die Szene wechselst. Pro Szene änderst du ein bis zwei Variablen, nie das Gesicht.
In welcher Reihenfolge schreibe ich die Prompt-Blöcke?
Die Reihenfolge ist Teil des Ergebnisses, kein Geschmack. Die Identität steht immer zuerst.
- 1.Identität: Referenz auf deinen trainierten Charakter.
- 2.Pose: Haltung, Blickrichtung, Hände.
- 3.Outfit: der Rest der Kleidung um den Anker herum.
- 4.Szene: Raum, Hintergrund, Tageszeit.
- 5.Kamera: Abstand, Brennweite, Augenhöhe.
- 6.Ausschlüsse: was nicht zu sehen sein soll.
Der häufigste Fehler ist, die Blöcke in falscher Reihenfolge zu schreiben. Dann steht die Identität nicht stabil.
Welche Ausschluss-Zeile verhindert den KI-Look?
Diese Zeile hängst du an jeden Prompt. Sie ist kurz und bleibt gleich: keine plastische, glänzende Haut. Keine deformierten Hände. Keine perfekten, makellosen Zähne. Kein schweres Make-up.
Der Punkt mit den Zähnen ist der wichtigste. Kein Mensch hat makellose Zähne, und genau daran fliegt ein Avatar auf. Haut hat Textur, die KI glänzt von sich aus zu viel.
Wie prüfe ich vor dem Posten, ob es noch dieselbe Person ist?
Zwei Minuten, bevor du hochlädst. Leg Frame eins und Frame sechs nebeneinander und geh die Liste durch: Nase (gleiche Breite), Kinnlinie (gleicher Verlauf), Augen und Lippen (gleiche Form), Hals und Schlüsselbein (gleicher Winkel), Hände (fünf Finger). Dazu die drei Anker: Licht noch von derselben Seite, gleicher Kameraabstand, Kleidungsstück und Accessoire vorhanden.
Fällt ein Punkt durch, ist es nicht mehr dieselbe Person. Vor einer Serie helfen zwei Stresstests: der Winkel-Test (sechs Varianten desselben Gesichts aus verschiedenen Winkeln) und der Szenen-Test (dieselbe Person in drei völlig verschiedene Umgebungen).
Was mache ich, wenn ein Bild trotzdem nicht passt?
Der Reflex ist, am Prompt herumzuschrauben. Das ist der Fehler. Lass den ursprünglichen Prompt stehen und ergänze stattdessen ein Referenzfoto, gegen das das Modell neu referenziert. Der Prompt ist gesetzt, die Referenz ist die Stellschraube. Warum ein Modell beim Nachbessern sonst das ganze Bild umbaut, steht in KI-Bilder verbessern.
Was halten die drei Anker nicht?
Ehrlich an dieser Stelle: Die Anker halten eine Serie zusammen. Sie reparieren kein wackeliges Fundament. Wenn du dich selbst klonst, brauchst du 15-25 eigene Fotos aus verschiedenen Winkeln und Lichtsituationen. Bleibt das Gesicht über deine rund 20 Trainingsbilder nicht identisch, rettet auch der beste Prompt den Avatar nicht. Für ein sauberes Fundament plane etwa drei Stunden konzentriert ein. Der eigene Avatar ist die Königsdisziplin, weil du dein eigenes Gesicht am kritischsten anschaust. Wie so ein Zwilling überhaupt entsteht, zeigt KI-Avatar in 10 Minuten.
Im PDF steht das Blatt als ausfüllbare Referenz zum Abarbeiten: drei Anker-Felder mit Beispiel-Einträgen, der komplette Frame-Check als Häkchen-Liste, die beiden Stresstests und dein Sieben-Punkte-Durchlauf fürs nächste Set. Trag unten deine E-Mail ein, dann bekommst du das gebrandete PDF sofort als Download. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.