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Die Regel-Karte
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Funnel

Die Regel-Karte

8 Vorgaben für überprüfbare KI-Ergebnisse

Von Robby Schadt · Thema Funnel und Einstiegsprodukte · Zuletzt aktualisiert am

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Die Regel-Karte sind acht Vorgaben, die du einer KI gibst, bevor sie deinen Auftrag zum ersten Mal ausführt: Zeitraum, Beitragstypen, Menge, Muster, Ausgabeformat, Markenkontext, Freigabe und Fehler-Loop. Jede Lücke, die du offen lässt, füllt die Maschine selbst. Deshalb bekommen zwei Leute mit demselben Prompt zwei verschiedene Ergebnisse. Die Karte schließt die Lücken, bevor der erste Durchlauf startet.

Warum bekomme ich beim selben Prompt ein anderes Ergebnis als du?

Dein Prompt war nicht schlecht, er hat eine Lücke gelassen. „Analysier den Markt" lässt offen, welcher Zeitraum gilt, welche Beiträge zählen, wie viele die KI liest und was überhaupt ein Muster ist. Was du nicht aufschreibst, entscheidet das System für dich. Das Ergebnis ist sauber formatiert und trotzdem nicht nachprüfbar. Das ist dasselbe Muster wie bei KI-Content, der Likes bekommt aber niemanden zum Kauf bewegt: Es fehlt nicht die KI, es fehlt die Vorgabe. Dazu kommt die Technik dahinter. Sprachmodelle liefern laut heise online über das Testen von Sprachmodellen „keine strikt deterministischen Antworten, sondern generieren Wahrscheinlichkeiten in Textform". Wie groß die Streuung wird, ist gemessen: Bei 75,76 Prozent der Aufgaben eines Programmier-Benchmarks lieferte ChatGPT über mehrere gleiche Anfragen hinweg kein einziges übereinstimmendes Testergebnis (Ouyang et al., 2024). Enge Vorgaben sind das Einzige, was du dagegen in der Hand hast.

Welche acht Vorgaben gehören auf die Karte?

  1. 1.Zeitraum. Gib Anfang und Ende an, nie „aktuell". Sonst stehen Beiträge in deiner Auswertung, die Jahre alt sind, und du kannst nicht sagen, welche.
  2. 2.Beitragstypen. Sag, welche Formen zählen und welche nicht. Sonst mischt das Ergebnis Formate, die nichts miteinander zu tun haben, und der Vergleich ist wertlos.
  3. 3.Menge. Leg fest, wie viele Beiträge und wie viele Kommentare pro Beitrag gelesen werden. Sonst wird aus drei Kommentaren eine Aussage über „die Zielgruppe".
  4. 4.Muster. Benenne, wonach gesucht wird: Hook-Typ, Aufbau, Angebot, Einwände. Sonst bekommst du „das Publikum reagiert positiv" statt einer Liste, mit der du arbeiten kannst.
  5. 5.Ausgabeformat. Bestimm Tabelle, Spalten und Sortierung. Sonst sieht jeder Lauf anders aus und du kannst zwei Läufe nicht nebeneinanderlegen. Wie sehr die feste Form zählt, sieht man daran, dass OpenAI dafür ein eigenes Feature für strukturierte Ausgaben gebaut hat: Es sorgt dafür, dass kein Pflichtfeld fehlt und kein unzulässiger Wert erfunden wird.
  6. 6.Markenkontext. Häng eine eigene Datei mit Zielgruppe, Wording und Angebot an, die bei jedem Lauf mitgeht. Genau der Kontext, der aus generischem Output echte Brand Voice statt ChatGPT-Sound macht.
  7. 7.Freigabe. Bau einen Halt ein: Die KI legt vor, du gibst frei, dann erst geht etwas raus. Sonst merkst du Fehler erst, wenn sie draußen sind. Das BSI empfiehlt genau diesen Halt: „Bei potenziell kritischen Auswirkungen sollten Ausgaben generativer KI-Modelle überprüft, bei Bedarf mit Informationen aus weiteren Quellen abgeglichen und ggf. vor einer weiteren Verwendung durch eine manuelle Nachbearbeitung finalisiert werden" (Version 2.0, 2025). Das gilt besonders für alles, was nach außen geht.
  8. 8.Fehler-Loop. Sag, was bei einem Abbruch passiert. Volle Fehlermeldung ausgeben, genau diesen Fehler beheben, neu starten. Kein Neuschreiben des ganzen Auftrags.

In welcher Reihenfolge lege ich die Vorgaben fest?

Einmal, bevor der erste Lauf startet. Du legst die acht Punkte für deinen wiederkehrenden Auftrag fest und speicherst sie als eigene Datei. Ab dann startet jeder Lauf mit dieser Datei, und du korrigierst Vorgaben statt Ergebnisse. Genau so habe ich meinen ersten Crawler ohne eine Zeile Code zum Laufen gebracht. Gefehlt hat mir kein Talent, gefehlt haben Vorgaben. Wie so ein Einstieg ohne Technik-Hintergrund aussieht, steht in KI-Marketing ohne Code.

Woran merke ich, dass es sitzt?

Zwei Läufe mit derselben Datei liefern vergleichbare Ergebnisse. Du kannst zu jeder Zeile sagen, aus welchem Beitrag sie stammt. Du korrigierst Vorgaben, nicht mehr Ergebnisse. Und der Lauf braucht dich nur noch an einer Stelle: bei der Freigabe.

Im PDF liegt die Regel-Karte als druckbare Referenz zum Abarbeiten: jede der acht Vorgaben mit fertig formulierten Beispielsätzen zum Kopieren, dazu das komplette Auftrags-Gerüst als Vorlage für deinen eigenen wiederkehrenden Auftrag. Trag unten deine E-Mail ein, dann kommt der Download sofort. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

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Häufige Fragen

Warum bekomme ich beim selben Prompt ein anderes Ergebnis als jemand anderes?

Weil der Prompt eine Lücke lässt. Was du nicht vorgibst, entscheidet die KI selbst: Zeitraum, welche Beiträge zählen, wie viele sie liest, was ein Muster ist. Die acht Vorgaben der Regel-Karte schließen diese Lücken vor dem ersten Lauf.

Welche acht Vorgaben gehören auf die Regel-Karte?

Zeitraum, Beitragstypen, Menge, Muster, Ausgabeformat, Markenkontext, Freigabe und Fehler-Loop. Du legst sie einmal für deinen wiederkehrenden Auftrag fest und speicherst sie als eigene Datei.

Wie mache ich KI-Ergebnisse nachprüfbar und wiederholbar?

Leg die Vorgaben als eigene Datei ab und starte jeden Lauf mit dieser Datei. Dann liefern zwei Läufe vergleichbare Ergebnisse und du korrigierst Vorgaben statt Ergebnisse.

Brauche ich Programmierkenntnisse für die Regel-Karte?

Nein. Die acht Vorgaben sind Sätze in normalem Deutsch, die du der KI mitgibst. Kein Code, keine Tools, nur ein klarer Auftrag.

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