Die Gegenrechnung ist eine Kostenrechnung für genau einen Vorgang: Du teilst die Monatskosten eines Ergebnisses, also Dienstleister-Rechnung plus deine eigenen Arbeitsstunden, durch die Zahl der brauchbaren Ergebnisse im selben Monat. Das ergibt deinen Preis pro Ergebnis heute. Nach sieben Tagen eigenem Test rechnest du dieselbe Formel erneut. Vorgang heißt: eine Sache, nicht dein ganzes Marketing. Bewerber für eine offene Stelle, Anfragen für ein Angebot, Termine für den Vertrieb. Du brauchst dafür keine Software, ein Blatt Papier reicht. Stand: August 2026.
Was kostet dich ein Ergebnis heute wirklich?
Die meisten kennen die Rechnung, nicht die Kosten. Das sind zwei verschiedene Zahlen. Zu den Kosten gehört alles, was der Vorgang im Monat frisst: die Rechnung des Dienstleisters und deine eigenen Stunden, bewertet mit deinem eigenen Stundensatz. Deine Zeit ist der größte Posten, den keiner in Rechnung stellt und den deshalb keiner sieht.
Auf der anderen Seite steht die Zahl der Ergebnisse. Hier entscheidet die Strenge über die Aussagekraft. Ein Kontakt, der nie zum Termin wird, ist kein Ergebnis. Zähl nur, was du wirklich weiterverwendet hast. Eine strenge Zahl ist eine brauchbare Zahl.
Warum ist der Preis pro Ergebnis die einzige vergleichbare Zahl?
ROAS, CPC und CPM sind Zahlen innerhalb eines Kanals. Sie sagen dir, wie eine Anzeige gegen eine andere Anzeige läuft. Der Preis pro Ergebnis funktioniert quer darüber: Er vergleicht Dienstleister mit Eigenleistung, Jobbörse mit Stellenanzeige, Agentur mit eigenem Werbekonto. Genau deshalb ist er die Zahl, an der die Entscheidung hängt.
Wer diese Zahl nicht kennt, diskutiert über Monatspauschalen statt über Wirkung. Wie sich das im Konto zeigt, steht im Beitrag über die sieben Ursachen, warum Google Ads keine Anfragen bringt.
Wie legst du fest, wann der Test vorbei ist?
Drei Dinge stehen vor dem Start fest, nicht danach. Erstens: was ein Tag kosten darf. Zweitens: ein hartes Monatslimit im Werbekonto, damit nichts unbemerkt weiterläuft, auch nicht im Urlaub. Drittens ein einziger Satz dazu, was nach sieben Tagen da sein muss, damit du weitermachst.
Der dritte Punkt ist der unbequeme. Wer erst hinterher entscheidet, was ein gutes Ergebnis gewesen wäre, hat nichts getestet, sondern seine Meinung bestätigt. Wie feste Regeln das Budget absichern, zeigt der Beitrag zu Kampagnenregeln für Meta-Budgets. Für den reinen Sieben-Tage-Rahmen gibt es das Testfenster-Blatt.
Welche Fehler machen die Rechnung wertlos?
Drei Stück, und alle drei kippen das Ergebnis in dieselbe Richtung: Der Vorgang sieht billiger aus, als er ist. Die eigenen Stunden fehlen. Jeder Kontakt zählt als Ergebnis. Das Erfolgskriterium entsteht erst nach dem Test. Der dritte Fehler ist der teuerste, weil er unsichtbar bleibt.
Beim zweiten Fehler hilft sauberes Tracking, sonst rechnest du mit Zahlen aus dem Werbekonto statt mit Anfragen aus dem CRM. Der Beitrag zum Conversion Tracking ohne Datenlücken zeigt, wo die Lücke entsteht.
Was passiert nach den sieben Tagen?
Zwei Ausgänge, beide brauchbar. Liegt dein Preis pro Ergebnis unter dem Wert von heute, ist die Frage nicht mehr, ob du es selbst machst. Die Frage ist, welchen Vorgang du als Nächstes durchrechnest. Liegt er darüber, hast du für ein paar Euro Tagesbudget eine Zahl gekauft, die dir eine Monatsrechnung erspart. Bevor der erste Euro läuft, gehört der Einstiegs-Check daneben.
Was steckt im PDF? Die acht Punkte in der richtigen Reihenfolge zum Abhaken und das ausfüllbare Rechenfeld in vier Blöcken: Vorher, eigener Versuch, Nachher, Entscheidung. Inklusive der Zeilen, die am Ende die Entscheidung tragen, was beim Dienstleister bleibt und was du selbst behältst. Fünf Seiten, gebrandet, zum Ausdrucken. Aufgebaut aus der Praxis von 9,5 Mio € verwaltetem Ad-Spend.
