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Sonntagabend, kurz nach 22 Uhr. Mineralwasser neben der Tastatur, der Rest der Woche schon sortiert. Dann blinkt WhatsApp. Ein befreundeter Marketer schickt mir einen Screenshot aus einem Google-Ads-Konto. Kein Text, nur zwei Zeilen später: "Vierstellig raus. Null Anfragen. Ich schalte das Ding morgen ab."
Ich habe ihn angerufen und mir den Bildschirm teilen lassen. Nach 20 Minuten stand die Diagnose, und sie war die langweiligste von allen: Das Konto hatte nie eine einzige Conversion gemessen. Die Conversion-Aktion war angelegt, sauber benannt, mit Wert hinterlegt. Status: "Inaktiv". Drei Monate vorher hatte er das Formular umgebaut, die Bestätigung erscheint seitdem direkt auf der Seite statt auf einer Dankeseite. Kein Seitenwechsel, kein Trigger, keine Conversion.
Der beste Teil kam danach. In seinem Postfach lagen zwei echte Anfragen aus den letzten drei Wochen. Er hatte sie dem Kanal nie zugeordnet, weil im Konto eine fette Null stand.
"Null Anfragen" war zur Hälfte ein Messfehler und zur Hälfte ein echtes Problem. Darum geht es hier. Bevor du an Keywords, Anzeigen oder Budget schraubst, musst du wissen, welche der sieben Ursachen bei dir zutrifft. Sonst reparierst du drei Wochen lang etwas, das nie kaputt war.
Über 9,5 Millionen Euro Werbebudget haben wir bei adcompany verwaltet, überwiegend für Coaches, Berater und Dienstleister im DACH-Markt. Die Reihenfolge unten ist keine Theorie, sondern die, in der die Ursachen bei uns tatsächlich auftauchen.
AUF EINEN BLICK: Wenn Google Ads keine Anfragen bringt, liegt es fast nie am Kanal, sondern an einer von sieben Ursachen: Conversions werden nicht gemessen, falscher Kampagnentyp, Suchbegriffe ohne Kaufabsicht, zu dünnes Budget für den Klickpreis, Bruch zwischen Anzeige und Seite, eine Landingpage die nicht konvertiert, oder eine zu frühe Bewertung. Du prüfst sie in dieser Reihenfolge, weil sie nach Häufigkeit und Prüfaufwand sortiert ist. Google empfiehlt für die Gebotsstrategie Ziel-CPA, die Leistung über Zeiträume mit mindestens 30 Conversions auszuwerten (Google Ads-Hilfe). Zur Einordnung der Größenordnung: In 13.474 US-Suchkampagnen lag der Cost per Lead zwischen April 2025 und März 2026 bei 66,69 Dollar (WordStream/LocaliQ, US-Daten). Stand: August 2026.
Wenn du ganz am Anfang stehst und das Setup erst aufbauen willst, ist der Google-Ads-Guide für Coaches und Berater der Überblick über Kampagnentypen, Kosten und Einrichtung. Dieser Text hier ist das Gegenstück: die Diagnose für ein Konto, das schon läuft und trotzdem nichts liefert.
Warum bringt Google Ads keine Anfragen?
Sortiert nach Häufigkeit und danach, wie schnell du sie prüfen kannst. Von oben nach unten abarbeiten, nicht die interessanteste aussuchen. Die interessanteste ist selten die richtige.
| # | Ursache | Prüfzeit im Konto |
|---|---|---|
| 1 | Es wird gar nicht gemessen | 3 Minuten |
| 2 | Falscher Kampagnentyp | 2 Minuten |
| 3 | Suchbegriffe ohne Kaufabsicht | 10 Minuten |
| 4 | Budget zu dünn für den Klickpreis | 5 Minuten |
| 5 | Anzeige und Seite versprechen Verschiedenes | 5 Minuten |
| 6 | Die Landingpage konvertiert nicht | 30 Minuten |
| 7 | Zu früh bewertet | 2 Minuten |

Die meisten Konten, die mit "Google funktioniert bei uns nicht" zu uns kommen, scheitern an Ursache 1 bis 3. Das ist die gute Nachricht: Diese drei kosten dich zusammen eine Viertelstunde.
Ursache 1: Misst dein Konto überhaupt Conversions?
Symptom. Die Conversion-Spalte steht auf 0, obwohl Klicks und Kosten laufen. Oder noch tückischer: Es kommen tatsächlich Anfragen per E-Mail oder Telefon, aber im Konto taucht keine einzige auf. Dann ist deine Kampagne blind und du bist es auch.
Prüfschritt im Konto. Gehe auf Ziele, dann Conversions, dann Zusammenfassung. Schau in die Spalte Status. Steht dort "Inaktiv", "Nicht überprüft" oder "Maßnahme erforderlich", hast du deine Antwort. Google formuliert es in der eigenen Hilfe trocken: "Wenn Sie Ihre Conversions nicht sehen, ist das Tag möglicherweise nicht richtig eingerichtet oder es sind noch nicht genügend Daten vorhanden" (Google Ads-Hilfe). Der zweite Check dauert 60 Sekunden: Tag Assistant öffnen, deine Seite laden, das Formular absenden und schauen, ob das Conversion-Ereignis feuert.
Fix. Genau eine primäre Conversion definieren, die Geld bedeutet, alles andere auf sekundär stellen. Dann prüfen, ob der Auslöser noch existiert. Dankeseiten verschwinden bei Relaunches, bei jedem Wechsel des Formular-Plugins und bei jeder Umstellung auf eine Inline-Bestätigung. Im DACH-Markt kommt der zweite Klassiker dazu. Für personalisierte Werbung bei Nutzern im EWR verlangt Google, dass du den Einwilligungsstatus einholst und die Einwilligungssignale an Google sendest (Google Ads-Hilfe). Fehlen die Signale, verlierst du Messung und Zielgruppen, ohne dass irgendwo eine Fehlermeldung erscheint. Wie du Tracking, Consent Mode v2 und erweiterte Conversions sauber zusammensteckst, steht in der Vertiefung zu Google Ads Conversion-Tracking.
Der Nebeneffekt, den die meisten unterschätzen: Smart Bidding optimiert auf das Ziel, das es sieht. Sieht es keins, optimiert es auf Menschen, die klicken. Nicht auf Kunden.
Ursache 2: Läuft dein Budget in Performance Max statt in die Suche?
Symptom. Die Klicks sind auffällig günstig, das Budget geht trotzdem jeden Tag komplett raus, der Suchbegriffe-Bericht ist fast leer. Klassisch für Konten, in denen Performance Max die erste Kampagne war.
Prüfschritt im Konto. Kampagnenübersicht öffnen, Kosten der letzten 30 Tage nach Kampagnentyp sortieren. Wie viel Prozent liegt in Performance Max, wie viel in einer echten Suchkampagne? Zweiter Blick: Sind deine Conversions überwiegend Suchen nach deinem eigenen Namen? Dann kaufst du Leute zurück, die dich schon gefunden hatten.
Fix. Google beschreibt Performance Max als "auf Zielvorhaben basierender Kampagnentyp, mit dem Sie über eine einzige Kampagne auf Ihr gesamtes Google Ads-Inventar zugreifen können", und nennt als Eingabe für die Automatisierung ausdrücklich "Ihr spezifisches Werbeziel wie CPA- oder ROAS-Ziel" (Google Ads-Hilfe). Übersetzt: Der Kampagnentyp lebt von Zielvorgaben und Conversion-Daten. Hast du beides nicht, optimiert er auf ein Signal, das du ihm nie gegeben hast.
Die fehlende Kanal-Transparenz war jahrelang der Hauptkritikpunkt der Branche. t3n berichtete 2024, dass Werbetreibende keine kanalspezifischen Kennzahlen bekommen und Google diese Zahlen als "irreführend" einordnete (t3n, März 2024). Das ist inzwischen überholt: Google hat den Kanalleistungsbericht nachgeliefert, mit dem du siehst, "welche Ergebnisse Sie mit Ihrer Performance Max-Kampagne in allen Kanälen und im gesamten Inventar von Google erzielen" (Google Ads-Hilfe). Nutz ihn, bevor du urteilst. Sehen kannst du die Verteilung heute, gezielt steuern immer noch kaum. Und der Trend geht weiter Richtung Automatisierung: Bei AI Max verschiebt sich Performance Marketing laut t3n "zunehmend weg von der operativen Steuerung hin zur mehr strategischer Anleitung von KI-Systemen" (t3n, Mai 2026). Das ist bequem, wenn dein Fundament steht. Es ist teuer, wenn nicht.
Praktisch: Performance Max pausieren, Budget in eine saubere Suchkampagne, erst mit belastbarer Conversion-Historie zurückkommen. Die ausführliche Abwägung steht in Performance Max oder Search.
Ursache 3: Kaufst du Suchbegriffe, die nie kaufen wollten?
Symptom. Klickrate in Ordnung, Klicks kommen rein, Anfragen nicht. Verweildauer niedrig, Absprünge hoch. Du zahlst für Neugier statt für Bedarf.
Prüfschritt im Konto. Statistiken, dann Suchbegriffe, Zeitraum 30 Tage, nach Kosten absteigend sortieren. Lies die teuersten 20 Zeilen laut vor. Bei jeder Zeile eine Frage: Würde diese Person heute Geld ausgeben? Alarmwörter im Beratungs- und Coaching-Umfeld sind "kostenlos", "gratis", "vorlage", "ausbildung", "gehalt", "jobs", "was ist" und "erfahrungen mit".
Das ist der Unterschied zwischen informational und kaufnah. "Was macht ein Business Coach" ist Recherche, "Business Coach buchen München" ist ein Kunde. Beide lösen dieselbe Anzeige aus, wenn du weitgehend passende Keywords ohne Pflege laufen lässt. Wobei dieselben Wörter je nach Ziel die Seite wechseln: "gehalt" und "jobs" sind Ausschlusskandidaten, solange du Kunden suchst. Suchst du Mitarbeiter, ist genau das dein Markt, dazu Mitarbeiter finden mit Google Ads.
Fix. Ausschließende Keywords sind dafür gebaut. Google beschreibt sie als Möglichkeit, "Suchbegriffe aus Kampagnen auszuschließen und sich auf die Keywords zu konzentrieren, die für Ihre Kunden relevant sind", warnt aber im selben Artikel: "Wenn Sie zu viele auszuschließende Keywords verwenden, erreichen Sie mit Ihrer Anzeige weniger potenzielle Kunden" (Google Ads-Hilfe). Also nicht mit der Schrotflinte. Einmal pro Woche 15 Minuten Suchbegriffe-Bericht, gezielt ausschließen. Wie du diese Wartungsroutine beim Aufbau von Anfang an einplanst, steht im Guide für Coaches und Berater.
Ursache 4: Ist dein Budget zu dünn für deinen Klickpreis?
Symptom. Alles sieht sauber aus, es passiert nur zu wenig. Zwei Klicks am Tag, drei Wochen lang, dann die Frage: funktioniert das jetzt oder nicht? Bei der Datenmenge ist die Frage nicht beantwortbar.
Prüfschritt im Konto. Nimm deinen durchschnittlichen Klickpreis der letzten 30 Tage und dein Tagesbudget. Rechne aus, wie viele Klicks du pro Tag kaufst. Multipliziere mit 30. Multipliziere das Ergebnis mit deiner Conversion-Rate. Wenn hinten weniger als 10 Anfragen pro Monat stehen, misst du Rauschen.
Zwei Zahlen für die Rechnung: Google zieht dein Monatsbudget mit dem Faktor 30,4 aus dem Tagesbudget, also "Monatsbudget geteilt durch 30,4 gleich durchschnittliches Tagesbudget", und darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben (Google Ads-Hilfe). Für die Conversion-Rate brauchst du einen Startwert. In 13.474 US-Suchkampagnen lag sie zwischen April 2025 und März 2026 bei 8,18% (WordStream/LocaliQ, US-Daten). Das ist kein DACH-Wert und keine Prognose für dein Konto, sondern eine Hausnummer, solange du keine eigene Zahl hast. Mit diesen 8% sieht die Rechnung so aus:
| Klickpreis | Tagesbudget | Klicks pro Tag | Anfragen pro Monat |
|---|---|---|---|
| 3 € | 15 € | 5 | ca. 12 |
| 5 € | 15 € | 3 | ca. 7 |
| 5 € | 30 € | 6 | ca. 14 |
| 8 € | 30 € | knapp 4 | ca. 9 |
| 8 € | 60 € | 7,5 | ca. 18 |

Fix. Für die Bewertung von Ziel-CPA nennt Google mindestens 30 Conversions im Betrachtungsfenster (Google Ads-Hilfe). Als Orientierung für "reicht die Datenmenge" taugt die Zahl auch sonst. Keine Zeile der Tabelle oben erreicht das in einem Monat. Für Coaching und Beratung heißt das: Entweder du planst zwei bis drei Monate Laufzeit ein, bevor du urteilst, oder du erhöhst das Tagesbudget so weit, dass du in 30 Tagen in die Nähe dieser Datenmenge kommst. Was du bei diesen Klickpreisen nicht tun solltest: mit 10 Euro pro Tag starten und nach zwei Wochen urteilen. Das ist kein Test, das ist eine Meinungsumfrage mit Rechnung.
Wenn dein Monatsbudget dafür schlicht zu klein ist, ist das kein Scheitern, sondern eine Reihenfolgefrage. Dann ist Meta der günstigere Lernraum, weil du dort für denselben Betrag ein Vielfaches an Datenpunkten bekommst. Genau dafür haben wir die 1€-Strategie gebaut. Google holst du dir, sobald du weißt, was ein Lead bei dir wert ist. Die Kostenrahmen für den Einstieg, von Klickpreis bis Monatsbudget, stehen im Google-Ads-Guide für Coaches und Berater.
Ursache 5: Verspricht deine Anzeige etwas anderes als deine Seite?
Symptom. Die Klickrate ist gut, trotzdem kommt nichts an. Menschen klicken, landen, verstehen nicht, gehen. Der Bruch passiert in den ersten drei Sekunden nach dem Klick.
Prüfschritt im Konto. Blende in der Keyword-Tabelle die Spalten zum Qualitätsfaktor ein. Google zerlegt ihn in drei Komponenten: voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und "Nutzererfahrung mit der Landingpage", jeweils bewertet als überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich (Google Ads-Hilfe). Steht bei Anzeigenrelevanz oder Landingpage-Erfahrung dauerhaft "Unterdurchschnittlich", hast du deinen Bruch schwarz auf weiß.
Danach der Handtest: Anzeige und Landingpage nebeneinander auf den Bildschirm. Steht in der Anzeige "Erstgespräch in 48 Stunden" und auf der Seite als Erstes deine Vita, ist die Antwort klar.
Fix. Die Headline der Seite wiederholt das Versprechen der Anzeige, möglichst wörtlich. Ein Angebot pro Seite, nicht drei. Und die Suchanfrage taucht sichtbar auf, damit der Besucher in einer halben Sekunde weiß, dass er richtig ist. Wer nach dem Klick erst suchen muss, sucht woanders weiter.
Ursache 6: Konvertiert deine Landingpage überhaupt?
Symptom. Suchbegriffe passen, Anzeige passt, Qualitätsfaktor in Ordnung. Und das Formular bleibt trotzdem leer. Jetzt liegt das Problem hinter dem Klick, und keine Kontooptimierung der Welt repariert das.
Prüfschritt im Konto und auf der Seite. Setze die Klicks aus Google ins Verhältnis zu den Formularabsendungen. Bei kaufnahen Suchen sind unter 2% ein deutliches Signal für ein Seitenproblem. Dann drei harte Checks: Seite auf dem Handy öffnen statt am Desktop, Formularfelder zählen, Ladezeit im Mobilfunknetz messen.
Fix. Ein einziger Call to Action, Beweise nach oben, Formularfelder kürzen. Die häufigsten Conversion-Killer und warum sie im Dashboard unsichtbar bleiben, habe ich in Deine Landingpage killt deine Ads auseinandergenommen. Kurzfassung: Der Fehler liegt selten da, wo du suchst.
Ursache 7: Bewertest du zu früh?
Symptom. Du hast in den letzten zwei Wochen die Gebotsstrategie gewechselt, das Budget zweimal angepasst, neue Anzeigen eingebaut und ein Conversion-Ziel getauscht. Und wunderst dich, dass die Zahlen springen.
Prüfschritt im Konto. Öffne den Änderungsverlauf und filtere auf die letzten 30 Tage. Jede Änderung an Gebotsstrategie, Conversion-Ziel oder Budget setzt die Lernphase ganz oder teilweise zurück. Google nennt dafür klare Faktoren: die Anzahl deiner Conversions, die Dauer deiner Conversion-Zyklen und die gewählte Gebotsstrategie. Und schreibt: "Es kann bis zu drei Wochen oder ein bis zwei Conversion-Zyklen dauern, bis die Gebotsstrategie an das neue Ziel angepasst ist" (Google Ads-Hilfe).
Fix. Nach dem Start 30 Tage nicht anfassen, außer es brennt. Budget nur in Schritten von rund 20% verändern. Und immer über ein Fenster bewerten, in dem genug Conversions liegen, nicht über die Woche, die sich gerade gut anfühlt.
In welcher Reihenfolge prüfst du dein Konto?
Der Screenshot-Fall vom Sonntagabend hat 20 Minuten gedauert, weil wir genau diese Reihenfolge abgefahren sind. Sie ist so sortiert, dass die billigsten Prüfungen zuerst kommen.
- ·Minute 1 bis 3. Conversion-Status prüfen. Steht dort nicht "Conversions werden erfasst", hör hier auf und repariere das Tracking. Alles darunter ist ohnehin Fiktion.
- ·Minute 4 bis 5. Budgetverteilung nach Kampagnentyp. Liegt der Großteil in Performance Max ohne Conversion-Historie, ist die Ursache gefunden.
- ·Minute 6 bis 15. Suchbegriffe-Bericht, teuerste 20 Zeilen, laut lesen. Kaufabsicht ja oder nein.
- ·Minute 16 bis 20. Klickpreis mal Tagesbudget mal Conversion-Rate rechnen. Kommt dabei eine einstellige Zahl pro Monat heraus, hast du kein Performance-Problem, sondern ein Datenmengen-Problem.
- ·Danach. Anzeige und Seite nebeneinanderlegen, Qualitätsfaktor-Komponenten anschauen, Landingpage auf dem Handy testen.
- ·Zum Schluss. Änderungsverlauf öffnen und ehrlich beantworten, ob du dem Konto in den letzten 30 Tagen Ruhe gegeben hast.
Wer die Reihenfolge umdreht und mit der Landingpage anfängt, baut tagelang eine neue Seite und misst danach immer noch nichts, weil das Tag kaputt ist. Ich habe das öfter gesehen, als mir lieb ist.
Wann solltest du Google Ads ehrlicherweise abschalten?
Es gibt diesen Punkt, und ihn zu kennen gehört zum Handwerk. Abschalten ist richtig, wenn alle vier Bedingungen zusammenkommen:
- 1.Das Tracking ist nachweislich sauber. Status "Conversions werden erfasst", Testabsendung im Tag Assistant sichtbar.
- 2.Die Datenmenge reicht für ein Urteil. In der Nähe von 30 Conversions im Bewertungsfenster, oder mindestens drei Monate mit ernsthaftem Tagesbudget.
- 3.Das Suchvolumen ist da. Stehen im Keyword-Planer für deine kaufnahen Begriffe nur zweistellige monatliche Suchanfragen, kann Google keine Nachfrage ernten, die es nicht gibt. Dann ist nicht dein Setup falsch, sondern der Kanal.
- 4.Der Preis pro Anfrage passt dauerhaft nicht zu deiner Marge. Nicht in einer schlechten Woche. Über das ganze Fenster.
Erst wenn alle vier zutreffen, ist "Google funktioniert für mich nicht" ein Satz mit Substanz. Vorher ist es eine Vermutung. Unser Schnitt über alle Kanäle liegt bei 4,5-fachem ROAS, und unter dieser Grenze drehen wir am System, nicht an der Bewertung.
Ein Fall gehört noch dazu: Wenn dein eigentliches Problem nicht der Kanal ist, sondern dass Anfragen überhaupt nicht planbar reinkommen, ist mehr Budget die falsche Antwort. Dann fehlt das System darunter, aus Angebot, Seite, Messung und Nachfassen. Genau dafür gibt es den KI Agent Cash & Traffic.
Der 25-Punkte-Kontocheck als PDF
Die sieben Ursachen oben sind das Warum. Wenn du jetzt in dein Konto gehst, willst du eine Liste zum Abhaken statt einen Blogpost zum Scrollen.
Die komplette Prüfroutine gibt es als PDF: 25 Punkte, die dein Budget retten, sortiert nach genau dieser Diagnose-Reihenfolge, mit dem Klickpfad im Konto und dem Signal, das dir sagt, ob der Punkt sauber ist.
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FAQ
Warum bringt Google Ads keine Anfragen, obwohl ich Klicks bekomme?
Klicks ohne Anfragen deuten fast immer auf eine von drei Ursachen: Die Conversions werden technisch nicht gemessen, die Suchbegriffe haben keine Kaufabsicht, oder Anzeige und Landingpage versprechen Verschiedenes. Prüfe in dieser Reihenfolge: erst den Conversion-Status im Konto, dann den Suchbegriffe-Bericht der teuersten 20 Zeilen, dann die Landingpage neben der Anzeige. Das dauert zusammen etwa 20 Minuten.
Wie lange muss Google Ads laufen, bevor ich urteilen darf?
Rechne mit 6 bis 12 Wochen. Google nennt für die Anpassung der Gebotsstrategie bis zu drei Wochen oder ein bis zwei Conversion-Zyklen und empfiehlt für Ziel-CPA eine Auswertung über Zeiträume mit mindestens 30 Conversions. Wer nach 14 Tagen abbricht oder in der Zwischenzeit Budget und Gebotsstrategie ändert, bewertet die eigene Unruhe statt der Kampagne.
Wie viel Budget brauche ich, damit Google Ads überhaupt verwertbare Daten liefert?
In unseren DACH-Konten im Coaching- und Beratungsumfeld liegt der Klickpreis erfahrungsgemäß bei 3 bis 6 Euro. Mit 15 Euro Tagesbudget sind das grob 3 bis 5 Klicks pro Tag, also im Monat eine einstellige bis niedrig zweistellige Zahl an Anfragen, wenn du die 8,18% Conversion-Rate aus den US-Benchmarks als Hausnummer ansetzt. Für eine belastbare Aussage brauchst du entweder mehr Tagesbudget oder mehr Geduld. Unter 10 Euro pro Tag ist beides zu wenig.
Kann Performance Max schuld sein, dass keine Anfragen kommen?
Ja, und zwar häufig. Performance Max lebt von Conversion-Daten und einer klaren Zielvorgabe, Google nennt als Eingabe ausdrücklich ein CPA- oder ROAS-Ziel. Ohne Historie verteilt der Kampagnentyp Budget über alle Google-Kanäle. Im Kanalleistungsbericht siehst du inzwischen, wohin es geflossen ist, gezielt steuern kannst du es weiterhin kaum. Als erste Kampagne in einem frischen Konto ist er die teuerste Variante, etwas zu lernen. Starte mit Search und hol PMax dazu, wenn Daten da sind.
Woran erkenne ich, dass mein Conversion-Tracking kaputt ist?
Am schnellsten am Status in der Conversion-Übersicht. Steht dort "Inaktiv", "Nicht überprüft" oder "Maßnahme erforderlich", stimmt etwas nicht. Zweiter Test: eigenes Formular absenden und im Tag Assistant beobachten, ob das Ereignis feuert. Dritter Hinweis aus der Praxis: Wenn Anfragen in deinem Postfach liegen, die im Konto nicht auftauchen, ist die Messung das Problem, nicht die Kampagne.
Willst du wissen wie das in deinem Business aussieht?
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