Eine Claude-Skill ist eine SKILL.md-Datei, die Claude Code beim Start liest und danach bei jedem passenden Task befolgt. Mit NotebookLM baust du sie in rund 5 Minuten source-grounded aus deinen echten Quellen (PDFs, Artikel, Calls) statt sie aus dem Kopf zu tippen. NotebookLM zitiert nur, was du reingibst. Das killt die häufigste Fehlerquelle: vage Anweisungen, die im Output halluzinieren.
Was ist eine SKILL.md und was macht sie?
Eine SKILL.md definiert drei Dinge:
- 1.WAS Claude tun soll (die Aufgabe)
- 2.WIE Claude es tun soll (das Rezept)
- 3.WORAUS Claude schöpfen darf (deine Quellen, übersetzt in Constraints)
Claude Code liest die Datei beim Start und lädt sie automatisch, sobald ein Task zur Trigger-Beschreibung im Skill-Header passt. Du prompt-est die Aufgabe also nicht jedes Mal neu. Du baust das Rezept einmal, danach folgt Claude ihm reproduzierbar.
Voraussetzung: Claude Pro oder Max plus Claude Code lokal installiert. Wenn dein Claude-Code-Setup noch nicht steht, ist das Agent Dev Kit der Tag-1-Stack davor.
Warum NotebookLM statt Skill selbst schreiben?
Weil du die Skill nicht aus dem Kopf schreiben willst, sondern aus deinen echten Quellen generierst. NotebookLM ist source-grounded: Es antwortet nur aus dem hochgeladenen Material. Das eliminiert vage Anweisungen, die später im Claude-Output halluzinieren. Die Kuratier-Arbeit an den Quellen ist damit der eigentliche Hebel, nicht das Schreiben selbst.
Wie läuft der 5-Minuten-Workflow?
| Schritt | Zeit | Was du tust |
|---|---|---|
| 1. Quellen kuratieren | 60 Sek | 3-7 beste Quellen in ein neues NotebookLM laden |
| 2. Skill schreiben lassen | 90 Sek | NotebookLM nach einer SKILL.md mit festen Sektionen fragen |
| 3. Ins Skill-Folder droppen | 30 Sek | Datei nach ~/.claude/skills/<skill-name>/ verschieben |
| 4. Claude liest + folgt | sofort | Task geben, Claude lädt die Skill automatisch |
| 5. Eine Skill pro Job-Typ | laufend | Statt Mega-Skill viele kleine, spezialisierte |
Schritt 1 (Quellen kuratieren): Lade 1-2 Beispiel-Outputs, die du gerne hättest, einen Style-Guide oder eine Brand-Voice-Doku, 1-2 Reference-Artikel und optional eine Anti-Pattern-Doku (was nie passieren soll). Faustregel: lieber 3 saubere Quellen als 12 mittelmäßige. NotebookLM gewichtet linear nach Quelle, nicht nach Menge.
Schritt 2 (schreiben lassen): Frag NotebookLM nach einer Datei namens SKILL.md mit klaren Sektionen: Aufgaben-Beschreibung in einem Satz, Trigger-Bedingungen als Bullets, Schritt-für-Schritt-Anweisung (max 8 Schritte), Output-Format als konkretes Beispiel, verbotene Patterns. Wichtig ist die Constraint-Klausel: Alles ausschließlich aus den Quellen. Was nicht drinsteht, markiert NotebookLM als [Quelle ergänzen] statt zu raten. Danach liest du einmal kritisch drüber und füllst oder löschst jeden Marker.
Schritt 3 (ablegen): Persönliche Skills gehören in ~/.claude/skills/<skill-name>/SKILL.md. Eine Datei pro Skill, keine Sub-Folder-Hierarchie nötig.
Schritt 4 (testen): Gib Claude eine echte Aufgabe und check den Output gegen dein Quellen-Beispiel. Weicht er ab, justierst du die Skill, nicht deinen Prompt-Wortlaut.
Schritt 5 (aufteilen): Statt einer Skill, die alles kann, baue 5-8 kleine, die je EINEN Job-Typ beherrschen. Vorteil: wartbar, und Claude lädt nur die passende Skill, was schneller und token-effizienter ist.
Welche Sektionen braucht eine gute SKILL.md?
Die Struktur, die sich in der Praxis trägt:
- ·Wann triggern (plus explizite Anti-Trigger, wann NICHT)
- ·Schritt-für-Schritt (max 8 nummerierte Schritte)
- ·Output-Format (ein konkretes, copy-paste-bares Beispiel)
- ·Verbotene Patterns (was die Skill NIE machen darf)
- ·Quellen (worauf die Skill basiert, mit Notiz warum relevant)
Das komplette Bracket-Template zum Einsetzen und Kopieren liegt im PDF.
Welche 5 Fehler killen die meisten Skills?
- 1.Zu viele schlechte Quellen. 12 mittelmäßige PDFs sind nicht 3 hochwertige. Kuratieren ist die wichtigste Arbeit.
- 2.NotebookLM raten lassen. Steht ein
[Quelle ergänzen]-Marker drin, füll ihn oder lösch die Section. Nie durchwinken. - 3.Die Mega-Skill. Eine Skill gleich ein Job-Typ. Punkt.
- 4.Den Prompt statt die Skill justieren. Weicht der Output ab, ändere die SKILL.md, nicht deinen Anfrage-Wortlaut.
- 5.Skills falsch ablegen. Persönliche Skills nach
~/.claude/skills/, nur projekt-spezifische ins Repo unter.claude/skills/.
Was bringt das konkret?
Eine gut gebaute Skill spart pro Aufgabe 5-15 Minuten Re-Prompting plus 1-2 Iterations-Runden mit Claude. Bei 5 wiederkehrenden Job-Typen mal 3-5x pro Woche kommen rund 2-4 Stunden pro Woche zusammen. Der eigentliche Hebel ist aber nicht die Sekunden-Ersparnis, sondern dass der Output deterministisch reproduzierbar wird. Du kannst Skills weiterreichen, dokumentieren und in Team-Workflows einbauen.
Dieses Pack zeigt das Werkzeug. Für den Unterbau: das Agent Dev Kit liefert CLAUDE.md plus die Schichten-Architektur, und die offiziellen Claude Code Docs zu Skills sind die Referenz. Dieses Pack ersetzt sie nicht. Es ist der adcompany-Weg, Skills mit NotebookLM zu produzieren: pragmatisch, source-grounded, wartbar.
