Die ROAS-Benchmarks DACH sind die festen Soll-Werte, an denen du jede Meta-Kampagne misst: CTR ab 1,7 %, ROAS im Schnitt 4,5× (Top-Kampagnen 5,7×), valider Lead um 40 Euro. Liegt eine Kampagne dauerhaft darunter, wird abgeschaltet oder der Funnel geprüft, nicht schöngeredet. Die Schwellen stammen aus 9,5 Mio Euro verwaltetem Ad-Spend.
„Meta Ads funktionieren nicht mehr" ist keine Analyse, das ist ein Gefühl. Ein Gefühl kannst du nicht optimieren, eine Zahl schon. Sobald du deine Kampagne gegen feste Soll-Werte hältst, verschwindet die Meinung und die Baustelle wird sichtbar.
Welche Meta-Ads-Werte gelten im DACH-Markt als gut?
Vier Schwellen aus der Praxis, nicht aus dem Blog:
- ·CTR: ab 1,7 %. Darunter interessiert das Creative niemanden. Kein Reframe, kein neuer Text rettet das. Ad aus.
- ·ROAS: Zielwert Ø 4,5×. 1 Euro rein, 4,50 raus. Top-Kampagnen liefern 5,7×. Wer dauerhaft unter 4,5× liegt, hat ein Struktur- oder Funnel-Problem, kein Meta-Problem.
- ·Valider Lead: rund 40 Euro. Teurer? Erst den Funnel prüfen, nicht das Budget hochdrehen. Ein teurer Lead ist fast nie ein Reichweiten-Problem.
- ·Struktur: 1 bis 3 Kampagnen, broad. Nicht 6 mit Detail-Targeting. Meta findet die Zielgruppe über dein Creative, nicht über deine Bastelei.
Wie teile ich mein Budget zwischen Testen und Skalieren auf?
Mit der Andromeda-Aufteilung 30/70: 30 % des Budgets testen neue Creatives, neue Winkel, kalte Aufsetzer. Hier darf es wehtun, hier suchst du das nächste Gewinner-Motiv. 70 % skalieren das, was bereits über der 1,7-%-CTR und über 4,5× ROAS liegt. Du fütterst den Gewinner, nicht die Hoffnung.
Der Fehler fast aller: 100 % ins Testen, jede Woche alles umbauen. Dann bleibt die Lernphase ewig offen und die Ergebnisse brechen ein. Wie du die Schwellen zusätzlich mit automatischen Regeln absicherst, liest du in Kampagnenregeln: Meta-Budget mit Regeln absichern.
Warum reichen 1 bis 3 Kampagnen statt 6?
Mehr Kampagnen heißt mehr Datenfragmentierung, mehr Zielgruppen heißt weniger Lernphase. Schmal schlägt breit: eine Kampagne broad ohne Detail-Targeting, drei bis fünf starke Motive statt zwölf mittelmäßige, und pro Durchlauf genau eine Änderung. Wer drei Dinge gleichzeitig dreht, weiß nie, was gewirkt hat.
Wann schalte ich eine Ad ab und wann prüfe ich den Funnel?
Die Kill-Regel kennt zwei Antworten auf eine schwache Zahl: „aus" oder „Funnel prüfen".
- ·CTR unter 1,7 %: Ad aus. Das Creative hat den Scroll nicht gestoppt. Neues Motiv, nicht neue Zielgruppe.
- ·ROAS unter 4,5× bei guter CTR: Funnel prüfen. Der Klick kommt, der Umsatz nicht. Das Leck sitzt nach dem Klick.
- ·Lead über 40 Euro bei guter CTR: Funnel prüfen. Landeseite, Angebot oder Formular, nicht das Budget.
Was prüfe ich nach dem Klick, bevor ich Meta die Schuld gebe?
Die meisten „Meta ist tot"-Fälle sind Post-Klick-Fälle. Drei Fragen entscheiden, ob dein Klick zu Umsatz wird: Deckt die Landeseite das Versprechen aus der Ad? Ist der nächste Schritt klar und kurz, ein Ziel pro Seite? Stimmen Angebot und Preis-Wahrnehmung? Ein sauberer Funnel hat den CPA schon von 78 auf 41 Euro gedrückt, ohne einen Euro mehr Reichweite. Warum die Landeseite meistens das eigentliche Leck ist, steht in Deine Landingpage killt deine Ads. Nicht dein Budget.
Miss zuerst, ändere dann. Meta ist nicht tot, deine Struktur ist es. Den kompletten Rahmen dazu, vom Tracking bis zum Creative-Nachschub, findest du im Meta Ads Guide 2026.
Die komplette Referenzkarte als druckbare PDF holst du dir über das Formular unten: die Soll-Werte-Tabelle zum Danebenlegen, Andromeda 30/70, die 1-bis-3-Kampagnen-Struktur, die Kill-Regel und der Post-Klick-Check in drei Punkten. Beim nächsten „Meta funktioniert nicht mehr" hast du die Antwort statt der Meinung.
