Die Wortlaut-Fragenliste ist ein Interview-Leitfaden aus 12 Fragen, mit dem du die exakten Sätze deiner Kunden aus echten Gesprächen ziehst, statt Copy aus deiner eigenen Erinnerung zu bauen. Du fragst in fester Reihenfolge, hältst jeden Satz im Wortlaut fest und übersetzt die stärksten davon direkt in Headline, Hook und Anzeigentext.
Warum ist deine Erinnerung die schlechteste Quelle für Copy?
Wenn du selbst mal da warst, wo dein Kunde jetzt steht, nimmst du dich als Vorlage. Das Problem: du erinnerst dich mit dem Wissen von heute. Du beschreibst nicht den Ratlosen, sondern seine aufgeräumte Version. Bei dir selbst siehst du die Abweichung nicht mehr, weil du das Problem längst gelöst hast. Genau so entsteht Copy, die glatt klingt und niemanden trifft. Das ist derselbe Grund, warum dein KI-Content nach ChatGPT klingt statt nach dir: die Maschine bekommt deine geglättete Innensicht, nicht die rohe Sprache des Marktes.
Welche drei Regeln gelten für jeden Satz?
- 1.Nur exakter Wortlaut. Paraphrasieren, sodass es wie ein Zitat aussieht, kostet dich die Glaubwürdigkeit. Wenn ein Satz so nie gefallen ist, ist er erfunden.
- 2.Quelle steht immer dabei. Datei, Datum, Minute. Ein Satz ohne Quelle ist eine Erinnerung, kein Beleg.
- 3.Keine Namen, keine privaten Details. Anonymisieren zu "eine Teilnehmerin im Live-Call" reicht vollständig.
Wie bereite ich das Gespräch vor?
Die Aufnahme läuft von Anfang an mit. Robbys eigenes Vorgehen beim Onboarding: ein Gespräch über 2-4 Stunden führen, ein Mitschnitt-Tool läuft die ganze Zeit, danach geht das Transkript in die Auswertung. Praktisch heißt das:
- ·Aufnahme vorher ansagen und Einverständnis holen.
- ·Während des Gesprächs nicht mitschreiben. Du hörst sonst zu, um zu notieren, nicht um zu verstehen.
- ·Erst nach dem Gespräch transkribieren und dann Satz für Satz durchgehen.
Welche 12 Fragen stelle ich, und in welcher Reihenfolge?
Stell sie in dieser Reihenfolge. Nach jeder Frage schweigst du, bis dein Gegenüber von selbst weiterredet. Der zweite Satz nach der Pause ist meistens der ehrliche.
Block A · Ausgangslage 1. Was war der Moment, in dem du gemerkt hast: so geht das nicht weiter? 2. Wie würdest du das Problem jemandem beschreiben, der von deinem Thema keine Ahnung hat? 3. Wie sieht ein ganz normaler Tag mit diesem Problem aus?
Block B · Was schon versucht wurde 4. Was hast du bisher versucht, um das zu lösen? 5. Was davon hat gewirkt, was nicht, und woran hast du es gemerkt? 6. Was hat dich das bisher gekostet, an Geld und an Zeit?
Block C · Zweifel und Einwände 7. Was hätte dich fast davon abgehalten, es noch einmal zu versuchen? 8. Was müsste jemand dir beweisen, damit du ihm glaubst? 9. Wovor hast du am meisten Respekt, wenn du dir vorstellst, es wieder anzugehen?
Block D · Wunsch und Sprache 10. Wie sieht es aus, wenn das gelöst ist? Woran genau merkst du das im Alltag? 11. Was war der Auslöser, dass du dich ausgerechnet jetzt damit beschäftigst? 12. Wenn du danach suchst oder jemanden fragst: welche Worte tippst oder sagst du?
Bei einem lokalen Geschäft kommen zwei Fragen dazu: "Woher kommen Sie?" und "Wie lange fahren Sie?" So verstehst du echte Einzugsgebiete, statt Radien von der Karte abzulesen.
Wie halte ich die Antworten fest?
Ein Satz pro Zeile. Nichts glätten, nichts zusammenfassen. Jede Zeile bekommt fünf Felder: der Satz im Wortlaut, wer (anonym), Quelle mit Datum und Minute, Kategorie und Verwendung. Als Kategorie taggst du jeden Satz mit einem von fünf Labels: Schmerz, Schon versucht, Einwand, Wunsch, Suchwort.
Was mache ich, wenn ich noch keine Kundengespräche habe?
Drei Ersatz-Quellen mit klaren Mengen, damit du nicht nach drei Kommentaren aufhörst:
- ·YouTube-Kommentare zu deinem wichtigsten Suchbegriff: 10 Videos, mindestens 1.000 Kommentare. Ergebnis: echte Marktsprache statt Vermutung.
- ·Instagram-Kommentare unter passenden Beiträgen: 50 Kommentare pro Beitrag. Ergebnis: wiederkehrende Formulierungen und Fragen.
- ·Eigene Verkaufsgespräche als Aufnahme: 5-10 Gespräche, Käufer und Nicht-Käufer. Ergebnis: Schon-versucht, Einwände, größter Schmerz.
Bei allen dreien gilt: du sammelst Sätze, keine Zusammenfassungen. Wer viel postet und trotzdem keinen Umsatz sieht, hat oft kein Reichweiten-Problem, sondern schreibt in eigener statt in der Sprache seiner Käufer.
Wie wird aus einem Kundensatz fertige Copy?
Jede Kategorie hat einen festen Platz in der Anzeige:
- ·Größter Schmerz, emotional beschrieben, gehört in Hook und ersten Absatz.
- ·Was schon alles versucht wurde, gehört in den Absatz, in dem du dem alten Vorgehen die Schuld gibst, nicht dem Leser.
- ·Einwände: pro Einwand ein Gegenpunkt plus ein Beweis.
- ·Wunsch und Ziel werden zum Nachher-Bild direkt vor dem Angebot.
- ·Die Suchworte aus Frage 12 werden Headline und Anzeigentext.
Erst der Wortlaut, dann die KI. Ein Persona-Prompt liefert genau die Qualität, die du hineingibst. Beantwortest du die Rückfragen der KI aus dem Kopf, bekommst du die geglättete Version zurück, nur schöner formuliert. Fütterst du sie stattdessen mit den Sätzen aus deinem Raster, verdichtet sie echte Marktsprache. Das ist die Basis für jeden Text, der so aufgebaut ist, dass KI ihn zitiert.
Vor jedem Satz, der raus geht, ein kurzer Prüf-Durchgang: Steht der Satz genau so im Transkript? Ist es sein Satz oder deiner? Steht die Quelle daneben? Kommt ein Name oder ein Betrag vor, der anonymisiert werden muss?
Im PDF bekommst du die Fragenliste als druckbare Referenz zum Abarbeiten, das ausfüllbare Notiz-Raster mit allen fünf Feldern, die komplette Satz-zu-Copy-Tabelle und einen 7-Tage-Auftrag, der dich vom ersten Gespräch bis zur fertigen Headline führt. Trag unten deine E-Mail ein, dann liegt es sofort als Download bei dir. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.
